Ausschüsse beschließen Ausweisung einer Fläche am Wiesenweg

Alter Sportplatz in Stöcken wird zum Baugebiet

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Auf dem ehemaligen Sportplatz am Wiesenweg in Stöcken soll ein kleines Baugebiet ausgewiesen werden. Dafür haben jetzt der Bau- und der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Oetzen grünes Licht gegeben.

Stöcken – Die Fläche liegt im Dornröschenschlaf: Zwei alte Fußballtore säumen den ehemaligen Sportplatz am Wiesenweg in Stöcken. Auf der Rasenfläche steht auch der Übungsturm der Feuerwehr.

Zudem gibt es einen Spielplatz, einen Basketballkorb und eine Tischtennisplatte. Seit 1963, als sich die Sportvereine aus Stöcken und Oetzen zur Spielvereinigung zusammenschlossen, wird das Areal nicht mehr für Punktspiele, sondern nur noch als Übungsplatz der Wehr und als Bolzplatz genutzt. Jetzt haben sich der Bau- und der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Oetzen dafür ausgesprochen, dort ein kleines Baugebiet zu schaffen.

„Die Planung weist sechs Grundstücke aus. Es werden aber nur vier Bauplätze verkauft, der Rest wird als Grünfläche und Spielplatz neu gestaltet“, erklärt Bürgermeister Bernd Burmester. Außerdem sollen der angrenzende Festplatz und die Parkplätze am Kyffhäuser-Heim erneuert werden, blickt Burmester voraus. „Wir wollen die Kyffhäuser-Kameradschaft, aber auch die Stöckener Dorfgemeinschaft in die Detailplanung einbeziehen.“

Diese sieht eine Grünfläche im Norden des Baugebietes vor. Dorthin soll auch der Spielplatz verlagert werden, der sich bislang am südwestlichen Ende des einstigen Sportplatzes befindet. Die Gemeinde will dafür neue Spielgeräte anschaffen. „Der alte Spielplatz ist nämlich nicht mehr der allerattraktivste“, meint Burmester. Nach dem Willen der beiden Ausschüsse wird keine Erschließungsstraße in dem Baugebiet geschaffen. Stattdessen soll die Zufahrt über den Wiesenweg und die Straße „Am Sportplatz“ erfolgen.

Burmester begrüßt die vorgesehene Ausweisung der vier Grundstücke. „Der Sportplatz ist in dieser Größe ungenutzt. Außerdem sind keine weiteren Bauplätze in Stöcken vorhanden“, schildert er. Den entsprechenden Bebauungsplan haben die Ausschüsse jetzt einstimmig auf den Weg gebracht. Die Aufstellung soll nach dem beschleunigten Verfahren erfolgen. „Das bedeutet, dass es keine Umweltprüfung geben wird“, erläutert Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann. Dieses Vorgehen sei laut Baugesetzbuch möglich, weil sich der alte Sportplatz innerhalb einer bestehenden Bebauung – westlich und südlich des geplanten Baugebiets grenzen Wohnhäuser an – befindet.

Konkrete Bauinteressenten gibt es laut Burmester aber noch nicht. „Wir würden uns über junge Familien in Stöcken freuen, doch wer letztendlich zugreift, wissen wir nicht.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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