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Samtgemeinderat erhöht Gebühr zum 1. Januar von 3,48 auf 4,31 Euro pro Kubikmeter

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Von: Bernd Schossadowski

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Kläranlage in Rosche
Der Abwasser-Eigenbetrieb der Samtgemeinde Rosche, hier die Kläranlage, muss ein Defizit ausgleichen. Deshalb werden die Gebühren jetzt erhöht. © Bleuel

Auch die Samtgemeinde Rosche erhöht die Abwassergebühr zum 1. Januar 2023. Auf Beschluss des Rates steigt sie für alle Haushalte, die ans zentrale Abwassernetz angeschlossen sind, von 3,48 auf 4,31 Euro pro Kubikmeter.

Rosche – Seit 2009 hatte die Gebühr für die Haushalte, die an die zentrale Abwasserentsorgung in der Samtgemeinde Rosche angeschlossen sind, konstant bei 3,48 Euro pro Kubikmeter gelegen. Um die wachsenden Kosten des Abwasser-Eigenbetriebs in den Griff zu bekommen, hat der Samtgemeinderat jetzt einstimmig einen neuen Gebührensatz für die Jahre 2023 bis 2025 beschlossen: Ab dem 1. Januar beträgt er 4,31 Euro pro Kubikmeter. Das entspricht einer Erhöhung um etwa 24 Prozent.

Gebührensatz war seit 14 Jahren stabil

Der neue Satz sei von einem Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Samtgemeinde neu kalkuliert worden, berichtete Verwaltungschef Michael Widdecke jetzt dem Samtgemeinderat. Er verwies auf die Gebührenstabilität seit 14 Jahren. „Es war Zeit, dass wir da mal nachjustieren mussten“, erklärte er.

Auch die Gebühr für die dezentrale Abwasserentsorgung in Hauskläranlagen wird auf Beschluss des Rates zum Jahreswechsel erhöht. Statt 38 Euro sind dann 85,20 Euro pro Kubikmeter fällig. Reduziert wird hingegen die Gebühr für die dezentrale Entsorgung in abflusslosen Gruben: von 13 auf 8,52 Euro pro Kubikmeter.

„Wir haben das lange hinauszuzögern versucht“, sagte Cord Schulze (CDU). „Ganz wichtig ist für uns, die Mehrbelastung für die Bürger möglichst gering zu halten.“ Der Abwasserbetrieb, speziell die Roscher Kläranlage mit ihren technischen Einrichtungen, profitiere davon, dass die Samtgemeinde ihren Strom noch für zwei Jahre zu einem festen Preis beziehen werde. „Das ist ein Joker, den wir haben“, freute sich Schulze. Er hofft, dass der Strompreis mittelfristig wieder sinkt und die Abwassergebühr in den nächsten Jahren somit reduziert werden kann.

Die Neukalkulation der Gebühren sei im Fachausschuss „plausibel dargestellt“ worden, lobte Andreas Burmester (SPD) und sprach sich wie Schulze für eine Erhöhung aus. „Wir kommen nicht drumherum.“ Jetzt gelte es die Entwicklung der Strompreise genau im Blick zu behalten und dann über eine etwaige Gebührensenkung neu zu entscheiden. „Aber wir müssen erst mal die bittere Pille schlucken“, gab Burmester zu.

Dem pflichtete Ratsvorsitzender Hans-Heinrich Weichsel (CDU) bei. „Das ist ein schwerer Beschluss. Aber wir kommen nicht daran vorbei. Aus dem normalen Haushalt dürfen wir kein Geld in den Abwasserbetrieb pumpen“, betonte er. Die einzige Möglichkeit zum Ausgleich des Defizits sei, die Gebühren anzuheben.

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