75 000 Euro für Bushaltestelle

Viele der Eltern sehen eine Gefahr für die Schulkinder, wenn die Busse vor der Mühlenschule halten. Sie fordern eine Verlegung der Bushaltestelle hinter die Schule.

Suhlendorf/Rosche - Von Jörn Nolting. Die Bussituation vor der Suhlendorfer Mühlenschule – ein Aufreger, der auch im jüngsten Rat der Roscher Samtgemeinde diskutiert wurde.

Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann fasste kurz die Fakten zusammen: Eltern der Kinder der Mühlenschule und des CJD-Kindergartens bemängeln die Bushaltestelle und halten sie für einen Brennpunkt und gefährlich für die Kinder. Gerade die Eltern der Schulkinder fordern eine Verlegung der Bushaltestelle hinter die Schule, so wie es eine Zeit lang praktiziert wurde. Mit einer Unterschriftenliste untermauerten sie diesen Wunsch (die AZ berichtete).

„Mit dem Thema hat sich der Samtgemeindeausschuss in seiner nicht-öffentlichen Sitzung jetzt befasst und es steht auf der Tagesordnung des Schul- und Bauausschusses am Donnerstag“, erklärte Herbert Rätzmann. Derzeit werden die Kosten ermittelt, die nötig wären, um das Gelände hinter der Schule am Sportplatz tragfähig für die großen Busse zu machen. „Eine Maßnahme für 20 000 Euro wäre rausgeschmissenes Geld“, sagte der Verwaltungschef. Er rechnet mit rund 75 000 Euro für den gesamten Aufwand und stellte damit eine erste Summe in den Raum.

Nach dieser eher nüchternen Schilderung wurde es etwas emotionaler: Der Ratsvorsitzende Bernd Burmester äußerte sein Befremden über die Vorgehensweise der Eltern in Bezug auf die Unterschriftenliste. Er bat darum solche Aktionen in Zukunft im Vorfeld anzukündigen. „Solche Maßnahmen können das Vertrauen beeinträchtigen“, gab er zu bedenken. Außerdem, so der Ratsvorsitzende weiter, ist das Gremium bemüht, sich sachlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Wir wollten Herrn Rätzmann nicht vorführen“, entschuldigte sich der Elternratsvorsitzende Rainer Pollehn. Die Eltern wollten eben mit Nachdruck das Thema schnell klären. „Wir treten für die Sicherheit der Schulkinder ein“, betonte er.

Kritisch haben die Eltern seinerzeit die Entwicklung der Bushaltestelle beäugt. „Erst wurde die Entscheidungsgewalt an den Hausherrn übergeben und dann hat die Samtgemeinde wieder anders entscheiden“, schildert Rainer Pollehn. Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann schränkt jedoch ein, dass die Busse nur als „Übergangslösung“ hinter der Schule abgefahren sind und dass die Befahrung aufgrund der erheblichen Straßenschäden nicht länger zumutbar war.

„Die Eltern können ihre Kinder doch auch hier zur Schule bringen und abholen, dadurch wäre im vorderen Bereich die Gefahr geringer“, schlug der Rathauschef vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare