Suhlendorfer Kreuz: „Situation ist deutlich entspannt“ / Höchstgeschwindigkeit: Tempo 133

5917 Mal hat es geblitzt

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Seit über einem Jahr kein schwerer Unfall mehr: Die Verkehrssituation am Suhlendorfer Kreuz ist durch die beiden Blitzer entschärft worden.

Suhlendorf. Es war ein Unfallschwerpunkt im Landkreis Uelzen: das Suhlendorfer Kreuz. Immer wieder ereigneten sich an der Stelle, wo sich die Bundesstraße 71 und die Landesstraße 265 kreuzen, schwere Unfälle.

Doch das scheint nun der Vergangenheit anzugehören – dank zweier Blitzer, die vor rund einem Jahr aufgestellt wurden. Einer steht direkt am Suhlendorfer Kreuz, ein weiterer rund 500 Meter weiter am Nestauer Kreuz, wo die K 16 die B 71 kreuzt.

„Im vergangenen Jahr hatten wir im Bereich des Suhlendorfer Kreuzes zwei Unfälle mit Blechschäden“, sagt der Geschäftsführer der Unfallkommission, Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte bei der Polizeiinspektion Lüneburg/Uelzen. Der eine Unfall ereignete sich beim Überholen, im Falle des anderen Unfalls wurde ein am Seitenrand parkendes Auto angefahren. Außerdem ereigneten sich vier Wildunfälle im Bereich des Suderburger Kreuzes – „das passiert leider“, so Dobslaw.

„Seit die Blitzer da sind, ist die Situation deutlich entspannt“, freut sich der Hauptkommissar. Das sehen einige Autofahrer vermutlich anders. Für sie war die Situation am Suhlendorfer Kreuz alles andere als entspannt. Schließlich wurden in der Zeit von Juli 2012 bis 31. Mai 2013 insgesamt 5917 Fahrzeuge „geblitzt“. Das sind rund 16 Fahrzeuge pro Tag. Von Juli 2012 bis zum 31. Dezember 2012 waren es 3971 Fahrzeuge. Zwischen dem 1. Januar dieses Jahres und dem 31. Mai waren es 1946. „Aktuellere Zahlen liegen der Kreisverwaltung noch nicht vor“, sagt Kreispressesprecher Martin Theine. Dafür aber die Tempo-Spitzenwerte: In Richtung Uelzen waren es 133 Stundenkilometer, in Richtung Salzwedel 132. Erlaubt sind lediglich 70 Stundenkilometer. Eine Aufschlüsselung, wie viele der Fahrer mit Verwarngeld davongekommen sind und wie viele eine Ordnungswidrigkeit begangen haben, gibt es nicht.

Andreas Dobslaw schränkt jedoch ein, dass die Polizei sehr wohl auch wisse, dass es Ausnahmesituationen gebe. So wechseln Verkehrsteilnehmer, die den Blitzer kennen, die Fahrbahn oder beschleunigen gleich anschließend wieder. „Wir beobachten das“, kündigt er an und mahnt, nach wie vor Vorsicht beim Überqueren der beiden Kreuzungen walten zu lassen.

Von Jörn Nolting

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