Gemeinderat unterstützt Pläne des privaten Investors

18 neue Wohnungen für Suhlendorf

Das Bild zeigt eine Skizze der geplanten Wohnungen im Gebäude des ehemaligen Kindergartens und in den fünf daneben geplanten neuen Wohnhäusern.
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So sieht der Vorentwurf für die geplante Wohnanlage in Suhlendorf vor. In der Mitte befindet sich der alte Kindergarten, daneben werden fünf Wohnhäuser gebaut. Rechts ist die Grünfläche zu sehen, die Peter Nebe dazugekauft hat.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Auf dem Grundstück des ehemaligen Kindergartens an den Hansenstraße in Suhlendorf soll eine Mehrgenerationen-Wohnanlage entstehen. Investor Peter Nebe will das alte Gebäude in drei rollstuhlgerechte Wohnungen umwandeln. Daneben sollen fünf neue Wohnhäuser mit jeweils drei Wohneinheiten gebaut werden.

Suhlendorf – Schon seit Jahren liegt der ehemalige Kindergarten an der Hansenstraße in Suhlendorf im Dornröschenschlaf. Das Grundstück ist überwuchert, am 1972 errichteten Gebäude nagt der Zahn der Zeit. Doch jetzt haben die Pläne von Peter Nebe, dort eine Mehrgenerationen-Wohnanlage zu schaffen, eine wichtige Hürde übersprungen. Einstimmig bekundete der Suhlendorfer Gemeinderat seine Bereitschaft, den Bebauungsplan zu ändern und den Geltungsbereich zu erweitern. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, dass Nebe sein Projekt mit insgesamt 18 Wohneinheiten verwirklichen kann.

So möchte der Wierener das Gebäude des einstigen Kindergartens, das bis 2008 in Betrieb war, grundlegend sanieren. Dort sollen drei rollstuhlgerechte Wohnungen sowie ein Gemeinschaftsraum mit Küche, Sanitärbereich, Büro und Garderobe geschaffen werden. Grundstück und Gebäude hatte Nebe 2019 bei einer Zwangsversteigerung erworben.

Das Flachdach wird ebenfalls saniert. Dort soll eine Photovoltaikanlage für den Strombedarf innerhalb der Wohnanlage installiert werden. „Das alte Kita-Gebäude wird nach der Fertigstellung aller Umbau- und Sanierungsarbeiten wie ein Neubau erscheinen“, verspricht Nebe.

Daneben will er fünf Reihenhäuser mit jeweils zwei vollen Stockwerken und einem Dachgeschoss errichten. Jedes Gebäude besteht aus drei Wohneinheiten, wobei das Erdgeschoss rollstuhlgerecht wird. „Ins Ober- und ins Dachgeschoss könnten junge, mobile Leute einziehen. Es soll eine bunte Mischung aus jüngeren und älteren Bewohnern sein“, beschreibt Nebe sein Wohnprojekt.

Als er seine Pläne im Dezember 2020 erstmals dem Suhlendorfer Rat vorstellte, türmten sich unerwartete Probleme vor ihm auf (AZ berichtete). Denn der bisherige Bebauungsplan sieht vor, dass auf dem Areal ein fünf Meter breiter Grünstreifen als Sichtschutz und Abgrenzung zum Außenbereich angelegt sein muss. Dieser hätte die geplante Bebauung erheblich eingeschränkt und das Vorhaben somit gefährdet.

Inzwischen ist es Nebe aber gelungen, ein im Nordosten angrenzendes, rund 1080 Quadratmeter großes Grundstück von einem Landwirt zu erwerben. Dort kann der vorgeschriebene Grünstreifen gepflanzt werden. Der Gemeinderat kam dem Investor jetzt entgegen und beschloss, den geänderten Bebauungsplan aufzustellen und den Geltungsbereich zu erweitern. Die ursprüngliche Version des Plans lässt für das Areal ausschließlich eine Nutzung als Kindergarten zu.

„Ich freue mich sehr über die positiven Beschlüsse“, sagt Nebe der AZ. „Durch den Zukauf der landwirtschaftlichen Fläche wird für die Bewohner eine wunderschöne Freizeit- und Gartenanlage geschaffen.“ Bürgermeister Hans-Heinrich Weichsel weist jedoch darauf hin, dass der Rat bisher nur den Aufstellungsbeschluss getroffen hat. Ein Planungsbüro müsse nun die Änderung des Bebauungsplans erarbeiten.

Den Umbau des einstigen Kindergarten-Gebäudes will Nebe selbst bezahlen. Die Errichtung der fünf Wohnhäuser soll ein Investor übernehmen. 75 Prozent dieser Baukosten wird die NBank mit einem Kredit zu null Prozent Zinsen finanzieren.

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