Verhandlung gegen Uelzener beginnt / Weitere Anklage wegen räuberischer Erpressung

Prozess: Mord auf der Reeperbahn

Spurensicherung nach dem Mord in St. Pauli. Archivfoto: dpa

Uelzen/Hamburg. Ein 37-Jähriger aus Uelzen muss sich ab heute vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Der Mann und drei weitere Angeklagte werden verdächtigt, in der Nacht zu Gründonnerstag in diesem Jahr auf der Reeperbahn einen 44-Jährigen heimtückisch ermordet zu haben.

Die vier Personen zwischen 24 und 37 Jahren hatten sich laut Anklage maskiert und mit Schusswaffen, Messern und einem Baseballschläger bewaffnet, bevor sie ein Café in St. Pauli stürmten und den in der Nähe der Eingangstür sitzenden 44-Jährigen töteten. Das Opfer sei von einem der Angeklagten mit einem Baseballschläger am Kopf und anschließend mit zwei Messerstichen in den Rücken tödlich verletzt worden. Anschließend soll ein anderer aus der Gruppe zweimal auf die Schwester des Opfers mit einer Pistole geschossen und diese am Oberarm getroffen haben. Die Frau hat den Überfall überlebt.

Den 37-Jährigen aus Uelzen erwartet auch noch ein weiterer Prozess vor dem Landgericht Lüneburg: Die dortige Staatsanwaltschaft hatte schon kurz vor dem Vorfall auf der Reeperbahn Anklage in anderer Sache erhoben: Im September vergangenen Jahres soll er bereits mit zwei weiteren Männern aus Uelzen in der Uhlenköperstadt eine Person räuberisch zur Herausgabe von Schutzgeld erpresst haben.

Das Verfahren in diesem Fall ist bereits eröffnet worden, allerdings sind vor der Zweiten Großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg noch keine Verhandlungstermine festgelegt worden.

Von Diane Baatani

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