+++ Update: Querelen ziehen immer weitere Kreise +++

Politischer Paukenschlag: Dobslaw, Hallier und Bersiel kehren SPD-Fraktion im Kreistag den Rücken

Andreas Dobslaw, Peter Hallier und Andreas Bersiel (von links)
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Andreas Dobslaw, Peter Hallier und Andreas Bersiel (von links) haben ihren Austritt aus der SPD-Kreistagsfraktion erklärt. Sie schließen sich bis zum Ende der Wahlperiode der UWG an.
  • Norman Reuter
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  • Lars Becker
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Das ist ein echter Paukenschlag: Mit Andreas Dobslaw, Peter Hallier und Andreas Bersiel kehren drei Kommunalpolitiker der SPD-Kreistagsfraktion mit sofortiger Wirkung den Rücken und schließen sich bis zum Ende der Wahlperiode der UWG an.

Uelzen/Landkreis - In persönlichen Stellungnahmen haben Andreas Dobslaw, Peter Hallier und Andreas Bersiel am Mittwoch und Donnerstag gegenüber Landrat Dr. Heiko Blume ihr Ausscheiden aus der Kreistagsfraktion der SPD im Landkreis Uelzen im Nachgang der Kreiswahlkonferenz erklärt.

Die Stellungnahmen liegen unserer Redaktion vor, wir veröffentlichen Sie hier im Wortlaut:

- Stellungnahme von Andreas Dobslaw
- Stellungnahme von Peter Hallier
- Stellungnahme von Andreas Bersiel

Alle drei SPD-Politiker haben in ihren Stellungnahmen gleichlautend erklärt, sich bis zum Ende der Wahlperiode der UWG anzuschließen.

+++ Update, 11 Uhr +++

Die Querelen in der SPD ziehen immer weitere Kreise. Soeben hat die SPD-Kreistagsabgeordnete Birgit Markert gegenüber der AZ erklärt, dass sie bei der Kommunalwahl am 12. September nicht mehr für den Kreistag kandidieren wird. Sie hatte den Listenplatz 2 im Wahlbereich Aue, Suderburg, Rosche, für den auch die ausgetretenen Fraktionsmitglieder Dobslaw und Hallier eigentlich kandidieren wollten. Markert begründet ihre Entscheidung mit den Ereignissen der vergangenen Tagen und zeigt Unverständnis für den Umgang mit Dobslaw und Hallier. „Herr Dobslaw hat als Fraktionsvorsitzender eine super-gute Arbeit geleistet“, so die 44-Jährige aus Böddenstedt.

Dobslaw hat nach eigenen Angaben bei der Wahlkreiskonferenz 14 Gegenstimmen für seinen anvisierten Listenplatz 1 im Wahlbereich Aue, Suderburg, Rosche erhalten. „Nach den mir bekannten Informationen aus der Versammlung muss ich zu dem Schluss kommen, dass im Zuge der Wahlkreiskonferenz und natürlich in geheimer Abstimmung sowohl ich als Fraktionsvorsitzender, als auch mein Stellvertreter Hallier bewusst beschädigt wurden.“

Anders als Dobslaw und Hallier, die zur UWG wechseln, wird Birgit Markert bis zum Ende der Legislaturperiode weiter der SPD-Fraktion angehören, deren Geschäftsführerin sie auch ist.

Wir aktualisieren diese Berichterstattung zu den Ereignissen in der SPD heute im Laufe des Tages, sobald weitere Stellungnahmen vor allem aus der Partei vorliegen.

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