Ärger mit dauerbelegten Stellplätzen / Bauausschuss lehnt Zeitbegrenzung dennoch ab

Parken ohne Limit in Ebstorf

Ebstorf. Ländlich beschaulich und übersichtlich geht es in Ebstorf zu. Und dennoch wird es manchmal eng, wenn es um die Parkplätze geht. „Die Parkplatzsituation im Klosterflecken ist momentan sehr schlecht.

Angestellte der umliegende Firmen und andere Dauerparker blockieren den ganzen Ort“, berichtete Hans-Ulrich Fellersmann (CDU) jetzt im Bauausschuss. Auch Lehrer der Mauritiusschule nähmen Kunden Parkplätze weg. Die CDU forderte deshalb die Rückkehr zur Parkscheibenregelung mit zwei Stunden Höchstzeit (AZ berichtete). Die Ausschussmehrheit lehnte den Antrag jedoch ab.

Den Parkscheibenzwang hatte der Klosterflecken Ebstorf vor nicht einmal einem Jahr auf Wunsch der Geschäftsleute aufgehoben. Und deren Haltung hat sich seitdem nicht geändert, stellte Erhard Peters von der Ebstorfer Wirtschaftsgemeinschaft unmissverständlich klar: „Wir sehen keine Notwendigkeit, die Parkbewirtschaftung wieder einzuführen.“

So sahen es auch die anderen Ausschussmitglieder, auch wenn es im Umfeld einzelner Firmen Probleme gibt: „Man müsste mit den Angestellten sprechen, dass sie woanders parken, genauso mit den Lehrern“, meinte Uwe Heistermann (SPD). Und fügte hinzu: „Wir würden uns lächerlich machen, wenn wir beschließen würden, was wir erst gerade abgeschafft haben.“ „Das zeigt, wie unbeständig der Rat ist“, ergänzte Tekin Aras (SPD). Jens Ziegalla (UWG) fand, dass die Parkplätze ohne Zeitbeschränkung auch im Sinne der Bürger sind: „Die Bevölkerung freut sich, dass sie wieder im Ort parken kann, ohne gleich wieder einen Strafzettel zu haben.“ So erhielt der Antrag nur die beiden Stimmen der CDU.

Einzelne Parkplatz-Engpässe, gerade an Markttagen, bleiben. Dabei sollte man auch auf Gespräche setzen, schlug Dieter Gade (FBE) vor. So müssten ja gerade Inhaber und Beschäftigte der Geschäfte ein Interesse haben, ihren Kunden Parkplätze anzubieten. Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf: „Es gibt Geschäfte, da steht das Auto des Geschäftsinhabers vor der Tür. Das ist geschäftsschädigend.“

Von Gerhard Sternitzke

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