Offensive für die A 39

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Der Nordland-Autobahn-Verein hatte bereits für den Bau der A 39 geworben – jetzt soll auch der Verein „Pro A39“ neu belebt werden.

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath. Die Befürworter der Autobahn 39 wollen sich in und aus der Region heraus wieder stärker für das größte derzeit geplante Infrastrukturprojekt Nordost-Niedersachsens stark machen. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Claus-Dieter Reese, kündigte am Samstag auf dem Neujahrsempfang der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) eine Wiederbelebung des Vereins „Pro A 39“ im März an. Gemeinsam mit Uelzens Bürgermeister Otto Lukat (SPD) will er dafür ein überparteiliches Bündnis schmieden.

Neben einer breiten Unterstützung aus der regionalen Wirtschaft müsse für die Autobahn aber bei der Politik im gesamten norddeutschen Raum geworben würden, unterstrich Reese. Das Bündnis werde enge Drähte nach Hamburg und Schleswig-Holstein aufbauen. Mit Blick auf die prognostizierten Zuwachsraten im Hamburger Hafen und dem Anwachsen des Pkw- und Lkw-Verkehrs bis 2025 brauche ganz Norddeutschland die A 39, bekräftigte der CDU-Fraktionschef: „Daher müssen wir sie massiv einfordern.“

CDU-Landratskandidat Heiko Blume gab auf der Veranstaltung seiner Hoffnung Ausdruck, an gleicher Stelle in fünf Jahren vom ersten Spatenstich für das Autobahnprojekt sprechen zu können. Reese setzt dagegen bereits auf das Jahr 2013: „Mit einem ersten Spatenstich hat dieses Projekt ein Fundament. Dann kommt keine Regierung mehr daran vorbei“, merkte er an.

MIT-Kreisvorsitzender Jochen Springer warb auf der Versammlung für eine breite Unterstützung Blumes. Den Bewerbern von SPD und FDP, Jürgen Krumböhmer und Rainer Fabel, räumt er bei der Wahl am 11. September wenig Chancen ein. Mit dem von einem parteiunabhängigen Bündnis getragenen Raimund Nowak (Grüne) als Landrat werde der Bau einer A 39 indes „viel schwieriger“.

CDU-Kreisvorsitzender Jörg Hillmer hatte in der Woche zuvor beim Neujahrsempfang der Stadt Uelzen bereits für eine Demonstration in der Region für die A 39 angeregt, um damit „ein Zeichen für etwas“ zu setzen (AZ berichtete). Beim MIT-Neujahrsempfang bekräftigte er diesen Schritt und betonte zugleich, dass er die Interessen der Anlieger an der künftigen Trasse ernst nehme.

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