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Zwischen Uelzen und Deutsch Evern: Oberleitung auf zehn Kilometern ausgetauscht

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Von: Lars Lohmann

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Schäden durch Sturmtiefs in Norddeutschland
Die Bahn musste wegen Sturmschäden zehn Kilometer Oberleitung zwischen Uelzen und Deutsch Evern austauschen. Hier ist der Reparaturzug bei Bienenbüttel unterwegs. © Philipp Schulze / dpa

Auf zehn Kilometern Strecke musste die DB Netz AG aufgrund von Sturmschäden die Oberleitungen zwischen Uelzen und Deutsch Evern bis Mittwoch austauschen. Das hatte auch Folgen für den Bahnverkehr in den vergangenen Tagen.

So mussten vereinzelt bis gestern ICE-Halte in Uelzen, Lüneburg und Celle ausfallen, weil einzelne Züge aus Richtung Hamburg nach Hannover umgeleitet wurden, erklärt eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Das verlängerte die Fahrzeit um 60 Minuten. In der Gegenrichtung konnten die Züge die eigentliche Strecke befahren. Die Beseitigung der Sturmschäden läuft aber noch auf anderen Strecken der Region. Wie etwa zwischen Hamburg-Harburg und Buchholz, wie die DB Netz am Mittwoch mitteilte. Daher könne es weiterhin vereinzelt zu Verspätungen im Nah- und Fernverkehr kommen.

Die Züge von Metronom konnten seit Mittwochmorgen wieder zwischen Uelzen und Lüneburg planmäßig fahren. Die Tage zuvor war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Insgesamt musste die Bahn durch die Sturmserie bundesweit 1000 Kilometer kaputter Oberleitungen erneuern und Hunderte umgeknickter oder beschädigter Masten reparieren. 6900 Kilometer des Streckennetzes waren zeitweise von Schäden betroffen.

„Mit großem Aufwand haben die Aufräumtrupps Planen, Werbeplakate oder sogar ein Trampolin aus den Oberleitungen geholt. Die Orkanserie hat reihenweise Bäume einfach umgemäht“, schildert eine Bahnsprecherin. Vor allem während des zweiten Orkans seien noch einmal eine Vielzahl von Bäumen umgeknickt. 2000 Mitarbeiter seien mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt.

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