Nie mehr Rückenschmerzen: Tipps gegen das Zwicken im Kreuz

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Die meisten Rückenschmerzen sind harmlos und lassen sich schnell wieder in den Griff bekommen.

Ob Muskelverspannung, blockierte Wirbel oder Bandscheibenprobleme: Rückenschmerzen sind in Deutschland zur Volkskrankheit geworden. Die gute Nachricht: Sie können selbst etwas dagegen tun. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die häufigsten Beschwerden in den Griff bekommen.

Fast 80 Prozent der Deutschen leiden unter Rückenschmerzen. Zum Glück handelt es sich dabei nur selten um ernsthafte Erkrankungen. Die häufigsten Ursachen können Sie oft selbst bekämpfen. Halten die Schmerzen allerdings länger als drei Tage an oder leiden Sie an Taubheitsgefühlen, gehen Sie sofort zum Arzt.

Muskel-Verspannungen durch physischen und psychischen Stress

Die meisten Rückenschmerzen werden von Verspannungen der Muskulatur verursacht. Schuld daran ist vor allem die Büroarbeit. Das ständige Sitzen und der psychische Stress führen zu einer einseitigen oder verkrampften Körperhaltung.

Das hilft: Abhilfe schafft Bewegung. Lassen Sie sich durch den Schmerz nicht zur Unbeweglichkeit zwingen, sondern beißen Sie die Zähne zusammen und gehen Sie aktiv gegen die Verspannung vor. Eine einfache, aber wirksame Übung: Stellen Sie sich morgens beim Zähneputzen auf ein Bein und machen Sie Kniebeugen.

Hexenschuss – plötzlich einschießende Rückenschmerzen

Bei plötzlich auftretenden Rückenschmerzen in der Region der Lendenwirbelsäule spricht der Volksmund vom Hexenschuss, der Mediziner von einer „Lumbalgie“. Dabei verkrampft sich reflexartig die Muskulatur, zum Beispiel weil Sie etwas Schweres gehoben haben, einen Zug abbekommen haben oder weil sich ein Wirbel verschoben hat.

Das hilft: Als Therapie genügen meist Wärme, schmerzstillende Medikamente und Entspannung. Lindernd wirkt zum Beispiel ein Vollbad mit Rosmarin-Extrakten.

Ischias-Schmerzen: Pein im Bein

In Ihrem Becken treffen mehrere Nerven der Lendenwirbelsäule zusammen und bilden den Ischiasnerv. Ist die Wurzel eines dieser Nerven gereizt, macht sich das durch einen stechenden Schmerz bemerkbar, der sich von der Lende ins Gesäß oder ein Bein ausstrahlt. Meist ist eine verrutschte Bandscheibe schuld: Sie quetscht den Nerv ein.

Das hilft: Kurz hinlegen ist in Ordnung, versuchen Sie dann aber, sich zu bewegen. Durch regelmäßiges Training stärken Sie die Rückenmuskulatur und entlasten die Nerven. Ideal geeigent ist Wassergymnastik.

Bandscheibenvorfall: Stoßdämpfer unter Druck

Wenn eine Bandscheibe unter starker Belastung steht und nicht genügend mit Nährstoffen versorgt wird, kann der äußere Faserring spröde und rissig werden. Als Folge tritt eine gallertartige Flüssigkeit aus dem Inneren des Kerns und reizt die Nerven des Rückenmarks. Die Folge sind starke Schmerzen bis hin zu Lähmungen.

Das hilft: Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall, suchen Sie unbedingt sofort einen Arzt  auf. Gegen akute Schmerzen helfen Wärmflasche, Infrarotlampe oder wärmende Salben. Um Ihre Wirbelsäule zu entlasten, machen Sie es sich auf dem Rücken bequem und legen Sie Ihre Beine auf einen Stuhl, sodass ein 90-Grad-Winkel entsteht.

Zerrungen nach Unfällen und Stürzen

Zerrungen entstehen meist, wenn Muskeln, Bänder oder Sehnen durch eine plötzliche, heftige Bewegung oder einen Sturz überdehnt werden.

Das hilft: Ein guter Schutz vor Zerrungen sind trainierte Muskeln. Achten Sie vor dem Sport darauf, dass Sie sich gründlich aufwärmen. Bei Rückenschmerzen hilft in diesem Fall meist Kälte. Wickeln Sie einen Eisbeutel in ein Handtuch ein und kühlen Sie damit die betroffene Stelle mehrmals täglich für rund zehn Minuten.

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