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Neues Kreishaus Uelzen: Einblick in Bereiche, die sonst tabu sind

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Von: Lars Becker

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Die Führungen – hier mit Dezernentin Dr. Julia Baumgarten – kamen gut an.
Die Führungen – hier mit Dezernentin Dr. Julia Baumgarten – kamen gut an. © Lars Becker

Hunderte Besucher haben beim „Tag der offenen Tür“ die Gelegenheit genutzt, sich ein Bild vom neuen Uelzener Kreishaus zu machen. Zuvor war das Gebäude offiziell eingeweiht worden.

Uelzen/Landkreis – Das Urteil der vielen Bürger, die sich am Sonnabend beim Tag der offenen Tür durch das Kreishaus des Landkreises Uelzen führen lassen, ist eindeutig: Der Neubau überzeugt mit Optik, Funktionalität und Ausstattung.

Als sich die Türen am Mittag öffnen, strömen so viele Menschen hinein, dass die Wartebereiche für die Führungen, die im Viertelstundentakt stattfinden, schnell voll sind. Die Interessierten werfen einen Blick ins Büro von Landrat Dr. Heiko Blume, in Treffzonen samt Küchenzeilen, in die Kfz-Zulassungsstelle, vor allem aber auch in Bereiche, die sonst tabu sind:

Neue Leitstelle soll im März 2023 fertig sein

Im dritten Stock entsteht die neue Leitstelle für Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Mutmaßlich im März 2023 wird sie fertig sein. Bis dahin sitzen die Mitarbeiter noch im alten Kreishaus an der Veerßer Straße, dessen Abriss mutmaßlich nur eine Frage der Zeit ist.

Leitstellen-Chef Björn Busenius freut sich, dass die Möbel rechtzeitig zum Tag der offenen Tür stehen und dass die Arbeitsplätze mit Bildschirmen ausgestattet sind.

Landrat Dr. Heiko Blume: „Glückwunsch uns allen!“

Begonnen hat der Tag knapp vier Wochen nach dem Umzug der Kreisverwaltung mit der offiziellen Einweihung des Kreishauses. Mitglieder der letzten zwei und des aktuellen Kreistages sind geladen. Landrat Blume betont, dass man im Zeit- und Kostenrahmen geblieben sei. „Glückwunsch uns allen“, sagt er zum Neubau, der gegenüber dem alten Haus samt Nebenstellen jedes Jahr 300.000 Tonnen CO2 einspart.

Als schöne Geste für den Zusammenhalt des Landkreises mit seinen Gemeinden bezeichnete Blume deren Namensnennung auf den Außenlamellen des neuen Gebäudes. Im Anschluss rief der Landrat nochmals die Entstehungsgeschichte des Neubaus in Erinnerung – von den ersten Wirtschaftlichkeitsberechungen an bis hin zur Schlüsselübergabe. „Es war ein langer Weg, der sich aber zweifellos gelohnt hat“, so Blume.

Gute Zusammenarbeit mit Personalrat

Seinen ausdrücklichen Dank richtete der Landrat in diesem Zusammenhang an die politischen Entscheidungsträger, den ehemaligen Baudezernenten Frank Peters und den ehemaligen Ersten Kreisrat Uwe Liestmann sowie an alle derzeitig Verantwortlichen der Kreisverwaltung und des Gebäudemanagements. Dank gebühre darüber hinaus natürlich auch dem bauausführenden Unternehmen und den Architekten.

Landrat Dr. Heiko Blume begrüßte viele Gäste zur offiziellen Einweihung des Kreishauses.
Landrat Dr. Heiko Blume begrüßte viele Gäste zur offiziellen Einweihung des Kreishauses. © Lars Becker

Im Gegensatz zum alten Kreishaus biete das neue Kreishaus eine offene, helle und einladende Atmosphäre, in der auch mobiles Arbeiten möglich sei. Beim Bau habe man die Berücksichtigung der sogenannten neuen Arbeitswelten stets im Blick gehabt. So sei zum Beispiel projektbezogene Teamarbeit jetzt viel leichter umsetzbar. Und auch sogenannte Treffzonen seien im Hinblick auf die neuen Arbeitswelten verwirklicht worden. In diesem Zusammenhang dankte Blume auch dem Personalrat für dessen Anregungen und die gute Zusammenarbeit.

Entscheidung für Generalunternehmer ein „Glücksfall“

Volker Becker, stellvertretender Personalratsvorsitzender, würdigte anschließend in einer kurzen Laudatio ebenfalls die konstruktive Zusammenarbeit. Der wichtigste Punkt sei aus seiner Sicht, dass nahezu alle Kolleginnen und Kollegen wieder unter einem Dach arbeiten könnten. „Das trägt neben den modern ausgestatteten Arbeitsplätzen dazu bei, dass Wege schneller gegangen und so die Dienstleistungen der Kreisverwaltung effizienter angeboten werden können“, so Becker.

Kreistagsvorsitzender Dr. Günther Graf bezeichnete den Kreishausneubau als Glücksfall für den Landkreis. Die Entscheidung, einen Generalunternehmer mit dem Neubau zu beauftragen, sei ein kluger Entschluss gewesen. Auch der Zeitpunkt für einen solchen Neubau habe sich aufgrund günstiger Zinsen, problemloser Materialbeschaffung und einer ausreichenden Personaldecke im Bauwesen als richtig erwiesen. Nun könne das neue Kreishaus als moderne Verwaltungszentrale auch dazu beitragen, den Landkreis in Zeiten des Fachkräftemangels als einen noch attraktiveren Arbeitgeber zu positionieren.

Zum Abschluss des offiziellen Teils richtete Karl-Heinz Günther, stellvertretender Bürgermeister der Hansestadt Uelzen, Grußworte an die Anwesenden. Die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung benötigten gute Arbeitsbedingungen, um Angelegenheiten der Bevölkerung zügig und engagiert bearbeiten zu können. „Dazu bietet dieses wundervolle, moderne, zeitgerechte und schlichte Verwaltungsgebäude die besten Voraussetzungen“, so Günther.

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