Neues Konzept für A-39-Spange?

′′Bestes Plakat′′: Die Fachzeitschrift ′′Kontakter′′ hat Kampagne ′′A39-jetzt!′′ des Nordland-Autobahn-Vereins als bestes Plakat des Monats Januar 2010 ausgezeichnet. Archivfoto: t&w

Uelzen/Berlin - Von Marc Rath. Das Bundesumweltministerium lehnt die Pläne für die Querverbindung B190n zwischen den geplanten Autobahnen 39 und 14 in der bisherigen Form ab. Das geht aus einer am Wochenende in die Öffentlichkeit gebrachten achtseitigen Stellungnahme hervor.Nach Auffassung des Umweltministeriums ist nicht ausreichend geprüft worden, ob statt der Neutrassierung der B190n ein Ausbau der vorhandenen B 71 möglich ist.

"Insofern haben wir in unserer Stellungnahme dem Verkehrsministerium empfohlen, die Verfahrensunterlagen für den Planungsabschnitt Landesgrenze Niedersachsen bis zur B71 Ortsumgehung Salzwedel zu überarbeiten", teilte das Ministerium mit und erwartet, dass die Bedenken "umfassend abgearbeitet werden". Ganz neu ist die Stellungnahme nicht. Sie stammt vom Juni. "Es liegt noch keine Antwort des Verkehrsministeriums vor, ob und wie sich dies im weiteren Linienbestimmungsverfahren auswirkt", heißt es aus dem Haus von Umweltminister Norbert Röttgen.Die Trassenführung der B190n läuft in Regie des Landes Sachsen-Anhalt. Im dortigen Verkehrsministerium war das Papier gestern noch nicht bekannt. "Wir haben es jetzt angefordert", sagte ein Sprecher.Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39 freut sich über diese Nachricht. Sprecherin Annette Niemann verweist darauf, dass ein Wegfall der Neubautrasse Salzwedel-Bad Bodenteich "auch gravierende Folgen für die Planung und Berechtigung einer A39 nach sich ziehen" werde. Die Gegner der beiden Straßenbauprojekte trafen sich gestern in Sachsen-Anhalt. "Zum Feiern", so Pressesprecher Eckehard Niemann. Er glaubt: "Die A 39 ist damit praktisch tot."Keine Kenntnis von den Berliner Vorgängen hat unterdessen Annette Padberg, A-39-Projektleiterin bei der niedersächsischen Straßenbaubehörde. In Niedersachsen sei der Ausbau B71 geprüft, aber verworfen worden. Bei dieser Variante sei der Eingriff in sensible Naturlandschaften wesentlich größer als bei der Vorzugsvariante B190n, sagte Padberg.

Erschienen: 15.12.2009: AZ / 293 / Seite:1

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