Neue Rechnungen

mr Berlin/Landkreis. Wenn im nächsten Frühjahr die Planung für die A39-Trasse vom Land festgelegt worden ist, wird es im Anschluss ein neues Nutzen-Kosten-Verhältnis für das Autobahnprojekt ermitteln.

Das kündigte jetzt das Bundesverkehrsministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage mehrerer grüner Bundestagsabgeordneter an. Bislang liegt der Wert für die drei Straßenprojekte A14 und 30 sowie deren Querspange B190n bei 3,4 – dies bedeutet, der volkswirtschaftliche Nutzen ist mehr als dreifach so hoch wie die Kosten. Nunmehr soll es auch eine Einzelbewertung für den Lückenschluss zwischen Wolfsburg und Lüneburg geben. Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 kritisiert dies als "Verschleierungstaktik" und fordert eine Berechnung des Nutzenfaktors im Rahmen des derzeit laufenden Raumordnungsverfahrens. Die Autobahngegner kommen bei eigenen Berechnungen für die A 39 auf den "kläglichen Wert" von 1,88. Unterdessen beziffert die Bundesregierung die Kosten für die Autobahn deutlich niedriger als jene 608 Millionen Euro, die die Landesstraßenbaubehörde bei der Einleitung des Raumordnungsverfahrens Ende März angab. Für den ersten Bauabschnitt von Uelzen bis Lüneburg betragen die Kosten nach Angaben des Tiefensee-Ministeriums rund 200 Millionen Euro, für den Abschnitt von Wolfsburg bis Uelzen rund 237 Millionen Euro. Noch 2007 soll die genaue Linienführung für die Autobahn vom Bund erfolgen, heißt es in der Ministeriumsantwort. Erschienen: 12.10.2006: AZ / 238 / Seite:3

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