Das neue „Ilmenau-Center“

An der Schuhstraße ist eine mehrgeschossige Neubebauung, so genannte Stadthäuser, geplant. In den Erdgeschossen ist Einzelhandel vorgesehen, im Obergeschoss Wohnraum.

Uelzen. Die Uelzener Kommunalpolitik hat gestern Abend den Weg für den Bau eines Marktcenters auf dem ehemaligen Wochenmarktgelände geebnet: In einer gemeinsamen Sitzung segneten die Ausschüsse für Stadtplanung und Stadtentwicklung die Vertragsentwürfe in nicht öffentlicher Sitzung ab. Das letzte Wort hat am 11. April der Stadtrat.

Blick auf das geplante Ilmenau-Center von der Greyerstraße (Ostring) aus. Wo jetzt eine Ampel steht, soll künftig ein Kreisverkehr in die Veerßer Straße und somit in die Innenstadt führen. Bildmaterial: Investor HBB

Zuvor hatte die Stadtverwaltung in einer Bürgerversammlung erstmals das 25-Millionen-Euro-Projekt näher vorgestellt. Als Investor hatte sich im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) durchgesetzt. Das zunächst so genannte Ilmenau-Center soll aus drei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss bestehen, als so genannte Magnetbetriebe sind ein SB-Warenhaus mit rund 4000 Quadratmetern Kauffläche und ein bis zu 3000 Quadratmeter großer Elektrofachmarkt vorgesehen. Die Außenfassade soll aus rotem Klinkerbau und großzügigen Glasflächen bestehen. Ein weiträumiger Vorplatz mit Gastronomie rundet die Planungen ab. Welche Geschäfte sich voraussichtlich ansiedeln, soll erst nach Abschluss der Verträge bekannt gegeben werden. Es dürfen aber keine Gewerbetreibenden aus der Innenstadt sein, um ein Ausbluten der Kernstadt zu verhindern: Das sei Teil des Vertrages, erklärte Reinhard Mussehl von der HBB. Im Übrigen seien ein Lebensmittelbetrieb und ein Elektrofachhandel in der Innenstadt nicht vorhanden, somit gebe es keine unmittelbare Konkurrenz für die dortigen Geschäfte.

Ergänzend saniert der Investor Teile der heruntergekommenen Schuhstraße. Dieser Teil des Vertrages sei „keine Stadtentwicklung, sondern Stadtreparatur“, so Architekt Michael Piatscheck.

Bürgermeister Otto Lukat betonte nochmals eindringlich die Bedeutung des Projektes und verwies auf „den seit Jahren schleichenden Bedeutungsverlust unserer Stadt“, den man mit dem Marktcenter bremsen könne.

Von Thomas Mitzlaff

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