A 39: Der nächste Schritt

Zu der rot gekennzeichneten Vorzugstrasse der Autobahn 39 gingen rund 10000 Stellungnahmen ein.

Von Thomas Mitzlaff Uelzen. "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Trasse der Autobahn 39 etwas anders aussehen wird als die Vorzugstrasse", sagt Dr. Holger Man-they. Rund 10000 Stellungnahmen stapeln sich in den Büros der Regierungsbehörde in Lüneburg, die Manthey im Rahmen des Raumordnungsverfahrens mit seinen Mitarbeitern sichtet und auswertet. Von 220 angeschriebenen Kommunen, die in irgendeiner Form von der Trasse betroffen sein könnten, haben rund 140 eine Stellungnahme abgegeben – am gestrigen 31. Juli lief die Frist dafür ab. Somit geht die Planung für die 100 Kilometer lange und rund 600 Millionen teure Autobahn von Wolfsburg nach Lüneburg in die nächste Runde.

Die Stellungnahmen von Vereinen, Verbänden und Kommunen sind verschiedenster Natur. So äußern zahlreiche Autobahngegner grundsätzliche Zweifel, ob diese Fernstraße überhaupt notwendig ist. Auch die Forderung, die Nutzung der B4 als Trasse nochmals zu prüfen, "wurde mit einem solchen Nachdruck betrieben, dass wir das noch einmal aufgreifen werden", so Manthey – mit allerdings wohl eher geringen Aussichten auf Erfolg.

Von den Kommunen des Landkreises Uelzen stechen besonders die Stellungnahmen aus dem Raum Bodenteich und Bevensen hervor. So gibt es von den Bodenteicher Mitgliedsgemeinden verschiedene Forderungen, unter anderem bezüglich der Seewiesen. Und auch aus dem Raum Bevensen werden Trassenverschiebungen gefordert (die AZ berichtete).

Bemerkenswert findet Dr. Holger Manthey auch die Kritik von Landwirten, dass die Trasse hauptsächlich durch Felder geplant worden sei. "Man wird diskutieren müssen, ob nicht auch einige Wälder betroffen sein könnten", so der Vertreter der Regierungsbehörde.

Nach der Auswertung der Stellungnahmen wird die Straßenbaubehörde, die für die Planung der Autobahn 39 verantwortlich ist, mit der Prüfung verschiedener Stellungnahmen beauftragt. Bei einem Erörterungstermin, wahrscheinlich im Oktober, wird das Ergebnis vorgestellt. Anschließend muss das Bundesverkehrsministerium die Trasse festlegen.

Erschienen: 01.08.2006: AZ / 177 / Seite:3

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