Von Woche zu Woche

Zeit zum Verschnaufen

Nachrichtenarm und weihnachtlich-kuschelig hätte die vergangene Woche ausfallen können. In der Vorweihnachtszeit ist das fast normal. In Uelzen war davon keine Spur. Da wird die größte Straße, an der Uelzen je liegen wird, die A 39, in den Vordergrund des Bundesverkehrswegeplans gesetzt.

Am Tag darauf wird die entscheidende Hürde auf dem Weg zur Entschuldung der Stadt Uelzen genommen – die Abgabe der weiterführenden Schulen an den Landkreis. Fast zur selben Zeit stirbt der Uelzener Peter Struck, Ex-Bundesverteidigungsminister und Weggefährte vieler Politiker der Stadt. Und einen Tag später meldet Berlin, dass Merkel zur Trauerfeier an die Ilmenau kommt. Durchatmen jetzt.

Wir brauchen ein wenig Abstand zur Welt und etwas Nähe in der Familie. Wer es nun schafft, mehrere Tage das große Geschehen in der Stadt und im Kreis wegzuschalten und sich um sich selbst und seine Lieben zu kümmern, ist ein glücklicher Mensch. Das ist leider nicht allen vergönnt, denn am 3. Januar kommt eine Trauerstunde, die sehr weit über das hinausgeht, was das beschauliche Uelzen kennt. Einer, der deshalb wenig wird abschalten können, ist Strucks Freund Otto Lukat.

Der musste bei der Nachricht vom Tod Strucks und bei der Nachricht der Trauerfeier in Uelzen jeweils tief Luft holen. Der Ort der Trauerfeier zeige, wie wichtig Struck das Städtchen an der Ilmenau war.

Von Kai Hasse

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