Auftakt für Zehn-Millionen-Euro-Investitionsprogramm

Neuer Eingangsbereich der Bevenser Therme eingeweiht

Zur Einweihung des neuen Eingangsbereichs der Therme wird ein blaues Band zerschnitten.
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Das blaue Band ist durchschnitten: Samtgemeindebürgermeister Martin Feller und Landrat Dr. Heiko Blume (zweiter und dritter von links) eröffnen den neuen Eingangsbereich der Bevenser Therme. Rechts: Geschäftsführer Torsten Krier.
  • Gerhard Sternitzke
    vonGerhard Sternitzke
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Die Kurgesellschaft hat 950 000 Euro in einen neuen Eingangsbereich für die Jod-Sole-Therme Bad Bevensen investiert. Weitere millionenschwere Baumaßnahmen folgen.

Bad Bevensen – Für einen kurzen Moment ist die Therme noch mal zu. Ein blaues Band wird vor der automatischen Tür gespannt. Landrat Dr. Heiko Blume und Samtgemeindebürgermeister Martin Feller greifen zur Schere. Mit dem symbolischen Akt am 9. Juni ist der neue Eingangsbereich auch offiziell eröffnet. 950 000 Euro haben Landkreis und Kurstadt als Eigentümer der Kurgesellschaft investiert, um einen ansprechenden, modernen Zugang zu schaffen.

400 Gäste pro Tag strömen wieder in die Therme

Bereits seit Anfang der Woche ist die Jod-Sole-Therme nach langer Corona-Pause geöffnet und erlebt seitdem einen wahren Ansturm. Gut 400 Gäste pro Tag nutzen die Badelandschaft – „und das bei Freibadwetter“, wie Geschäftsführer Torsten Krier hervorhebt. Die vielen Anrufe während der Zeit der Schließung hätten gezeigt, wie wichtig die Therme den Menschen aus einem Umkreis von 300 Kilometern sei.

Architekt Tim van Ackeren erläutert das wellenförmige Band, das sich durch den neuen Eingangsbereich der Jod-Sole-Therme zieht.

Wellenförmige Lamellen aus Mineralwerkstoff – ein Symbol für das warme, jodhaltige Wasser – bilden die neue Fassade und leiten die Besucher etwa 25 Meter bis zum neuen Tresen. Alles ist modern, und trotzdem bleibe das Heimatgefühl für die Stammgäste, die unter anderem den hellen Boden, die Wasserkaskaden und die „grüne Lunge“ wiederfinden, die mit über 300 Pflanzen erneuert wurde. Es gibt neue Toiletten und einen separaten Informationsbereich, wo sich Besucher etwa bei Rezepten oder besonderen Wünschen beraten lassen können.

Ohne Schwelle geht es in die Therme

Landrat und Bürgermeister sind angetan vom neuen Gesicht der Therme, das Architekt Tim van Ackeren trotz coronabedingter Ausfälle in elf Monaten im Zeit- und Kostenrahmen umsetzen konnte. „Damit ist die letzte Barriere im Kurpark abgeschafft“, freut sich Bürgermeister Feller. Ohne Schwelle geht es jetzt in die Therme. Bislang waren mobilitätseingeschränkte Menschen auf den Fahrstuhl angewiesen.

Das ist ein Angebot nicht nur für Touristen, sondern für alle Einwohner des Landkreises.

Dr. Heiko Blume, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Kurgesellschaft

„Es ist eine schöne Lösung geworden“, befindet auch Landrat Blume als Aufsichtsratsvorsitzender der Kurgesellschaft und betont: „Das ist ein Angebot nicht nur für Touristen, sondern für alle Einwohner des Landkreises.“ Eine Therme sei auch ein Standortargument auf der Suche nach Fachkräften. Das Heilwasser entfaltet heilsame Wirkungen bei Indikationen wie Rheuma, Atemwegserkrankungen, aber auch Schlafschwierigkeiten.

Seit Abriss und Neubau des Kurhauses gab es nur einen provisorischen Zugang. Zugleich ist die Maßnahme Auftakt eines zehn Millionen Euro schweren Programms zur Modernisierung der Therme (AZ berichtete). Noch im Herbst beginnt der Umbau des Balneums in der Saunalandschaft. Kommendes Jahr wird Außenbecken eins verkleinert und umgestaltet – was eine Energieersparnis von 40 Prozent erbringt. Im ehemaligen Kurmittelhaus sollen zudem exklusive Ferienwohnungen entstehen.

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