Mitgliederzahlen sinken

Kreisschießsportleiter Dieter Schoppe (links) wird nach 27 Jahren Vorstandstätigkeit im Kreisschützenverband von Präsident Friedrich Wollbrandt verabschiedet. Foto: Bornemann

Uelzen/Landkreis. Eine lange Tagesordnung hatten die Delegierten bei der Jahreshauptversammlung des Kreisschützenverbandes Uelzen (KSV) abzuarbeiten. Ein zentraler Punkt waren die umfangreichen Ehrungen der erfolgreichen Schützen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.

Sogar auf Europa- und Weltmeisterschaften machten Schützen aus dem Landkreis Uelzen auf sich aufmerksam. Sarah Pommerien und Robert Lösekann wurden für ihre herausragenden Leistungen in der Disziplin laufende Scheibe geehrt. Alle Redner waren sich einig, das Integration im Sport weiter voran getrieben werden muss. „Es darf kein Unterschied gemacht werden, mit welchem Hintergrund Menschen in die Schützenvereine kommen.“ Bundestagsabgeordneter Henning Otte war nach einer turbulenten Woche in Berlin gerne nach Uelzen gekommen. „Man kann hier die Bodenständigkeit genießen.“ Einer Tradition fogend war er in Schützentracht nach Uelzen gekommen. „Meine Uniform hat gerufen, nimm mich mit!“

Dass auch der KSV mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen hat, wurde im Rechenschaftsbericht des Präsidenten Friedrich Wollbrandt deutlich. Waren es im Jahre 2006 noch 4797 Mitglieder, so sank die Zahl Ende 2010 auf 4458 Mitglieder. „Wir veraltern, wir müssen die Jugend motivieren zu uns zu kommen“, so Wollbrandt. Als gutes Mittel stellte sich das Lichtpunktschießen für Kinder zwischen sechs und elf Jahre heraus. „Damit werden sie altersgerecht an den Schießsport herangeführt.“

Wollbrandt forderte die Vereine und Gilden auf, unbedingt das Waffenrecht einzuhalten. Er kritisierte, dass Vereine und Gilden nicht am traditionellen Kreiskönigsball teilnehmen. Ein Antrag des Schützenvereins Kallenbrock, alternative Austragungsorte für diesen Ball zu suchen, wurde mehrheitlich von der Versammlung unterstützt. Allerdings mit der vom Präsidium vorgegebenen Einschränkung, dass der Ball nur an einem Ort stattfinden darf, dessen Verein auch Mitglied im KSV ist. Vorschläge sollen an den Schützenverein Kallenbrock gemacht werden.

Mit stehenden Ovationen wurde der langjährige Kreisschießsportleiter Dieter Schoppe aus seinem Amt verabschiedet. Knapp 20 Jahre dauerte die hervorragende Zusammenarbeit. „Du hast Dir mit Deinem Wissen und Deiner Kenntnis in Sachen Waffenrecht bei Stadt und Landkreis einen Namen gemacht“, so Wollbrandt. Zu seinem Nachfolger wurde Karsten Bath gewählt.

Bei den Wahlen zum Präsidium wurde Wollbrandt mit 47 Gegenstimmen für eine weitere Amtsperiode in seinem Amt bestätigt. Er forderte die Mitglieder im KSV auf, zusammenzuhalten und nicht hinterrücks zu agieren und zuzutreten. Ebenfalls aus dem Amt verabschiedet wurde Kreisdamenleiterin Katrin Heincke. Dieses Amt ist vakant, da keine Nachfolgerin für sie gefunden werden konnte. Neu in den KSV Uelzen wurde die Schützenkameradschaft Wichmannsburg aufgenommen.

Von Meike Bornemann

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