„Miene Königin, miene Königin...“

Een ole Geschicht de mik vertellt worn is: Hinnerk wär Imker, har all lang von de Königinnentucht in Celle wat hört, und dat man mit so een Edelkönigin ganz bannig veel Honnig ar’n kann.

Eenes Daags wär dat nu so wiet. Hinnerk föhr na Celle, na dat Immeninstitut. He har Glück, dat jüst een Immenkönigin von de „Belegstä“ trüchkommen wär. Stolz trock he mit sien Immenkönigin, de he fein in een lüttgen Käfig, mit poor „Begleitimmen“ inpackt har, aff. Dormit sik de Immen nich verkeuhlen sölln, hett he de glieks in de Böxentasch stäken. Lang hett he sik upholen, dat em de Zug na Uelzen binah vör de Nääs wechföhrt wer. Könn grad noch de Döör uprieten und in dat Afdeel rinspringen, do föhr de Zug all aff.

Wie he sik ümkiekt, seeten dor blos Froonslüüd in. As he sik sien Piep ansteeken woll, sä een von de hochvönehmen Froons ganz spitz,: „Mein Herr, hier ist aber Nichraucher Abteil, hier darf nicht geraucht werden!“ Hinnerk neum de Piep wedder ut‘n Mund und stopp de Piep in de Tasch, wo he de Immen verstaut har. Do passiert dat Unglück. He hett mit de Piep dan Verschlußproppen von dan‘ lüttgen Immenkäfig uppstött, ohne dat to marken..

Upp eenmal steek em de Imm jüst door hen, wo ok sün olen Imker dat nich verdrägen kann. Hinnerk sprung hoch, watt nu? De Böx mut rünner? Aber in dat Froonsaffdeel güng dat nich! Je do gäw dat je noch een Döör, door stünd „Abord“ an. Hinnerk rin in dan Klo, Böxen rünner, Finsterklappen uprieten und de Böx buten utschüddeln! Kum wär de Böx ut’n Finster, keum an de anner Siet een D-Zug angebruust und hei-de-witzka, wär sien Böx wech.

Mit de schöne nee’e Königin, blos dat wär je in Ogenblick nich dat Schlimmste. Hinnerk stünd door, mit nakte Been up dan Klo. Do baller dat glieks ok een Froo an de Döör, de dat stille Örtchen upsöken woll. Hinnerk meuk so bet’n de Döör up, woll jüst erklärn, worüm he nich rut könn: „Miene Königin, miene Königin... “ wieder keum he nich. Dat Froonsminsch har sien nakte Schinken sehn un schree: „Hilfe, Hilfe, ein Sittlichkeitsverbrecher!“

All de Froons in Affdeil keumen to Been und schnatterteen dörcheinanner. Hinnerk woll noch verhandeln, mök de Döör wedder sün lütt bet’n up un füng wedder an: „Miene Königin ....“ Doch door löp de Zug all in Uelzen in. De Frons strömten ut’n Zug und möken dan ganzen Bahnstig rebellisch. Do köm ok schon dat Bahnpersonal an. Hinnerk wör ut sien unfreewilliget Gefängnis rutretten: „Mien Königin, mien Königin,“ füng he wedder an.

„De Kerl is je verrückt,“ sän de Lüd. He kööm mit sien vertelln nich wieder as: „Mien Königin..“ Een Bahnkeerl hüng em een Jack üm sein nakte Been, und Hinnnerk möß nu in de Bahnhoffswache. Dat het lang duurt bet Hinnerk wedder losköm und de Lüüd em sien Geschichte glöben dän. De Bahnlüüd hebbt em een ole Böx besorgt und he is dormit na sein Mutti henloopen. Ob de em sein Geschichte glöwt hett? Aber door wär je noch de „Bienenstiche,“ an de Stä, de he de annern Lüüd je nich zeigen könn“

Von Carl Friedrich Bautsch

Carl Friedrich Bautsch ist gebürtiger Groß Hesebecker und schreibt als Heimat- dichter über Land und Leute der hiesigen Region.

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