"Meine Woche" in Hannover

Ortsumgehung verbessert Infrastruktur

Die nächste Woche beginnt für mich mit einem besonders erfreulichen Termin – nicht in Hannover, es geht Richtung Uelzen. In Kirchweyhe werde ich den ersten Spatenstich für die Ortsumgehung an der B4 setzen dürfen. Dass ich mich darauf freue, hat nicht nur den Grund, dass ich so gerne im Osten Niedersachsens unterwegs bin.

Mit dem Baubeginn in Kirchwehye wird auch ein Strich unter eine lange Geschichte des Kampfes der Menschen vor Ort gemeinsam mit dem Land Niedersachsen für das Projekt gezogen. Ohne dieses große Engagement wäre das sonst so nicht gekommen. Der Termin steht aber auch für einen politischen Schwerpunkt, für den ich mich persönlich besonders einsetze: den Ausbau und Erhalt unserer Straßeninfrastruktur. Kirchweyhe ist dabei eine von mehr als einem Dutzend neuer Ortsumgehungen an Bundesstraßen, die wir in den vergangenen Jahren bauen oder mit deren Bau wir beginnen konnten. Gleiches gilt für unsere Landesstraßen: Wir werden im Rahmen unserer Sanierungsoffensive Landesstraßen in 2012 und 2013 jedes Jahr 110 Mio. Euro in das Straßennetz stecken. Warum ist das so wichtig? Auf der einen Seite ist eine solche Straßeninfrastruktur ungemein bedeutsam für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Wenn man sich Untersuchungen anschaut, die sich mit den Gründen beschäftigen, warum Deutschland so gut aus der Krise der Jahre 2009/2010 durchstarten konnte, ist ein Punkt, der sich überall wieder findet, die gut ausgebaute Infrastruktur in unserem Land. Wenn wir weiter wettbewerbsfähig bleiben wollen, brauchen wir deshalb unter anderem gute Straßen. Sie sind die Lebensadern unserer Wirtschaft. Auf der anderen Seite tragen Ortsumgehungen und ein intaktes Straßennetz zur Lebensqualität in unserem Land bei. Die Umgehungen halten den Durchgangsverkehr und damit Lärm und Abgase aus unseren Ortskernen heraus. Und auf einer sanierten Straße fährt es sich besser. Das ist für viele in unserem Land wichtig, die täglich etwa aus beruflichen Gründen auf diesen Straßen unterwegs sind. Wenn wir von Ausbau sprechen, dann bedeutet das für den Raum Lüneburg, Uelzen, Celle, Wolfsburg auch immer den Bau der A39. Dieser Lückenschluss zwischen Lüneburg und Wolfsburg wird eine neue wirtschaftliche Entwicklungsachse für die Region, die Unternehmensansiedlungen fördern und Arbeitsplätze schaffen wird. Dabei wurden bei der Planung Lärm- und Naturschutz in besonderer Weise berücksichtig. Das kostet am Ende mehr, das ist es aber für die Akzeptanz der Strecke wert.

Von Jörg Bode

Jörg Bode (FDP) aus Celle ist der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

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