Mein Haus, ...

... mein Garten, mein Auto, mein Segelboot: Das Aufzählen von Statussymbolen ist überhaupt nicht nach dem Geschmack des Uhlenköpers. Schon gar nicht die typisch deutsche Angewohnheit, persönliches Eigentum grundsätzlich abzugrenzen und einzuzäunen, möglichst noch mit dem Warnschild „Betreten streng verboten!“

versehen. Einen Eindruck von diesen Macht- und Besitzstands-spielchen bekommt der Uhlenköper jedesmal, wenn er im Supermarkt einkauft. Denn die allermeisten Kunden legen an der Kasse demonstrativ einen „Warentrennblock“ (auch so ein schönes deutsches Wort) vor und hinter ihren Einkauf auf dem Laufband. Damit für alle anderen Kunden auch klar ist: Meine Milch, mein Blumenkohl, meine Zartbitter-Schokolade. Einfach albern findet der Uhlenköper das. Neulich wurde er an der Supermarktkasse sogar von einer Kundin hinter ihm angefaucht: Er hatte seine Einkäufe – in voller Absicht – nicht durch Trennblöcke abgegrenzt, dafür aber in 50 Zentimeter Abstand zu den Waren der anderen Kunden aufs Laufband gelegt. „So geht das aber nicht!“, schnappte die Frau hinter ihm und donnerte vorwurfsvoll einen Trennblock aufs Band. Deshalb sehnt er sich nach der guten alten Zeit der Tante-Emma-Läden zurück, in denen so ein Verhalten völlig unbekannt war, der Uhlenköper.

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