Mehr Arbeitplätze nur bei zeitigem Bau

red Altmark. Für die Zeitfracht-Gruppe in Stendal nimmt Geschäftsführer Andreas Lewa zur A14 Stellung: Die Holding umfasst unter anderem Altmark-Bus, Altmark-Reisedienst, sehr fahrintensive Unternehmen. Die Zeitfracht-Logistik mit ihrer Niederlassung in Stendal ist europaweit tätig.

24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr. Die Firma gehört zu jenen mit dem größten Fuhrpark in der Region, deshalb ist eine zukunftsgerichtete Infrastruktur für die weitere Entwicklung eine wesentliche Voraussetzung. Hinzu kommt, dass die Logistikbranche in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich um 25 Prozent wachsen wird.Im Klartext bedeutet dies auch gleichzeitig: Das Verkehrsaufkommen des gewerblichen Gütterverkehrs auf den Straßen wird in Kürze um mehr als 20 Prozent steigen. 25 Prozent Wachstum bedeutet natürlich speziell im Logistikbereich sehr viele neue Arbeitsplätze. In der Altmark wird dies aber nur möglich sein, wenn die Infrastruktur dazu parallel entsteht und nicht erst um ein Jahrzehnt versetzt oder überhaupt nicht. Bei der genannten Entwicklungsprognose ist die Verkehrsanbindung das ausschlaggebende Kriterium für den Erhalt und mehr noch für die Entwicklung eines bestehenden Unternehmens.Konkret bedeutet die Prognose, dass künftig zum Beispiel von Stendal nach Magdeburg 25 Prozent mehr schwerer Lkw-Verkehr die Straßen belastet. Stellt man sich dann noch vor, dass Erntefahrzeuge oder ähnliches diesselbe Straße nutzen, gehört nicht viel Fantasie dazu, ein Verkehrschaos vorauszusehen. Hinzu kommt eine zusätzliche Lärmbelästigung für die Bürger, besonders bei Ortsdurchfahrten. Für das Unternehmen verlängern sich die Anfahrtszeiten. Welcher Wirtschaftszweig soll dann in der Region noch konkurrenzfähig sein, wenn er mehr Stunden benötigt als sein Wettbewerber, um überhaupt erstmal auf die nächste Autobahn zu kommen.Was aber aus Umweltschutzgründen noch wichtiger ist, belegt ein Beispiel aus der Altmark: Ein Lkw fährt 100 Kilometer Bundes- oder Landstraße bis zur nächsten Autobahn, die (Arbeits-)Fahrzeit bei durchschnittlicher Geschwindigkeit von 42km/h beträgt zwei Stunden und 22 Minuten. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch liegt bei 40 Litern. Auf 100 Kilometer Autobahn könnte derselbe Lkw eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 75 km/h fahren und wäre lediglich eine Stunde und 20 Minuten unterwegs und verbrauchte nur 32 Liter Kraftstoff. Emissionen verringern sich. Zudem werden zukünftige Fahrzeuge sparsamer im Verbrauch. Die A14 kann ein aktiver Beitrag für Naturschutz sein.

Erschienen: 10.11.2007: sdl / az / Seite:2

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