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Wo im Landkreis Uelzen kommen Ukrainer nach dem 30. September zentral unter?

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Von: Lars Becker

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Die alte KGS-Sporthalle, in der die Erstunterkunft für Menschen aus der Ukraine eingerichtet worden ist, wird nach dem 30. September abgerissen.
Die alte KGS-Sporthalle, in der die Erstunterkunft für Menschen aus der Ukraine eingerichtet worden ist, wird nach dem 30. September abgerissen. © Lars Becker

Wo im Landkreis Uelzen kommen Geflüchtete aus der Ukraine nach dem 30. September an und zunächst zentral unter? Auf diese Frage muss eine Antwort her - die KGS-Halle wird nämlich bald abgerissen.

Uelzen/Landkreis – Die alte Sporthalle der KGS Bad Bevensen steht definitiv nicht über den 30. September hinaus als Erstunterkunft für ankommende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung. Der Landkreis Uelzen bestätigte am Dienstag auf AZ-Anfrage entsprechende Informationen aus den jüngsten Ratssitzungen in Uelzen und Bienenbüttel.

Wie Kreissprecher Martin Theine erklärte, soll zu einem noch nicht konkret festgelegten Termin ab Oktober der Beschluss zum Abriss der Halle umgesetzt werden. Ursprünglich sollte die Sporthalle, die angesichts des KGS-Neubaus nicht mehr für den Unterricht benötigt wird, bereits jetzt in den Sommerferien weichen.

Sanitärcontainer werden am Lessing-Gymnasium benötigt

Zudem werden die an der KGS aufgestellten Sanitärcontainer am Lessing-Gymnasium in Uelzen benötigt, wo mit Fördergelddern die Leichtathletikanlage erneuert werden soll, so Theine. „Wir suchen deshalb jetzt mit den sechs Kommunen im Landkreis nach einer Ersatz-unterkunft in Bad Bevensen, Bad Bodenteich oder Uelzen“, sagte Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt am Montag im Stadtrat.

Er berichtete, dass in der KGS-Halle aktuell 51 Personen untergebracht seien – 15 weitere Geflüchtete seien angekündigt worden. Es werde quasi kreisweit kein neuer Wohnraum mehr angeboten, insofern werde eine Begrenzung in der Erstunterkunft auf 50 Personen nicht möglich sein.

Kosten teilen die Kommunen nach Einwohnerschlüssel auf

Der Landkreis stellt die KGS-Halle kostenlos zur Verfügung, die Kosten für die Versorgung der Menschen aus der Ukraine und für das Sicherheitspersonal würden nach den Einwohnerzahlen aufgeteilt, so Markwardt.

Unterm Strich habe man die Lage im Griff, suche aber nun dringend eine neue Liegenschaft für die Erstunterbringung und müsse sich auf eine Daueraufgabe einstellen, so Jürgen Markwardt.

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