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2350 Infektionen: Landkreis Uelzen registriert diese Woche 15 Prozent aller Fälle

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Von: Lars Becker

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Mehrere Senioren sitzen an einem Tisch und spielen mit einem Ball.
Die Corona-Lage in den Alten- und Pflegeheimen bewertet der Landkreis Uelzen aktuell als nicht bedenklich. Konkrete Fallzahlen indes kann die Verwaltung wegen der vielen täglichen Neuinfektionen nicht nennen. © dpa/Bernd Weißbrod

2350 Corona-Neuinfektionen sind in dieser Woche im Landkreis registriert worden. Das entspricht 15 Prozent aller Fälle seit Beginn der Pandemie und stellt das Gesundheitsamt vor Probleme

Uelzen/Landkreis – Um sich die aktuelle Dynamik der Corona-Pandemie im Landkreis Uelzen vor Augen zu führen, reicht ein Blick auf die Zahlen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht:

Alleine in dieser Woche sind 2350 Neuinfektionen über das Gesundheitsamt registriert worden – das sind sage und schreibe 15 Prozent der Gesamtfälle seit Pandemiebeginn, deren Zahl gestern auf 14 989 kletterte. Während im Land Niedersachsen die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner sank (1922,3), stieg sie im Landkreis wieder einmal sprunghaft auf 2231,9.

Kreis kann konkrete Fallzahlen nicht nennen

Auch die Zahlen aus dem Helios-Klinikum bestätigen das: Erst am Donnerstag stieg die Zahl der Corona-Patienten, die am Hagenskamp auf separaten Covid-19-Stationen behandelt werden, auf 52. Und der Gesundheitszustand von gleich drei Patienten ist so ernst, dass sie auf der Intensivstation behandelt werden müssen.

Wie ist denn eigentlich die aktuelle Situation vor allem in den Alten- und Pflegeheimen, aber auch in den Schulen? Fakt ist: Die AZ-Frage, wie viele Fälle aus diesem Bereich momentan gemeldet sind, kann die Kreisverwaltung nicht beantworten.

„Kein bedenkliches Ausbruchsgeschehen in Einrichtungen“

„Aufgrund der noch sehr hohen Zahl der täglichen Neuinfektionen ist eine taggenaue Zuordnung der Fallzahlen in Alten- und Pflegeheimen und Schulen nicht möglich“, heißt es. Das Infektionsgeschehen insgesamt werde als diffus bezeichnet. Davon seien natürlich auch Heime und Schulen betroffen.

Aber: „Es gibt zurzeit kein bedenkliches Ausbruchsgeschehen in den Einrichtungen“, teilt der Landkreis mit. Und weiter: „Festzustellen ist, dass sich das Infektionsgeschehen deutschlandweit und damit auch im Landkreis Uelzen auf einem sehr hohen Niveau bewegt. Eine Bewertung der Situation fällt schwer und wäre letztlich subjektiv.“

Kreis appelliert: Hygienemaßnahmen einhalten

Angesichts der Situation empfehle der Landkreis, sich weiterhin eigenverantwortlich an die bekannten Hygienemaßnahmen wie Abstand, freiwilligen Maskenschutz und regelmäßiges Lüften von genutzten Innenräumen zu halten.

Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich verpflichtende Schutzmaßnahmen mit Novellierung der niedersächsischen Corona-Verordnung ab dem morgigen Sonntag änderten.

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