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Landkreis Uelzen meldet 109 neue Infektionen binnen 24 Stunden

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Von: Lars Becker

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Corona-Varianten
Mit der raschen Verbreitung der Omikron-Variante - hier Sequenzierproben in einem Labor für Corona-Varianten - steigen die Fallzahlen auch im Landkreis Uelzen. © Jens Büttner/dpa

Das ist eine Zahl, die für Aufsehen sorgt, aber leider im Bundes- und Landestrend liegt: Binnen 24 Stunden haben sich im Landkreis Uelzen 109 Personen neu mit Covid-19 infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz stieg damit um 75,6 auf jetzt 317,6.

Uelzen/Landkreis – Der Landkreis Uelzen hat am Mittwochnachmittag mit 109 neuen Covid-19-Infektionen binnen 24 Stunden einen neuen negativen Rekordwert veröffentlicht. Zuletzt hatten die neuen Fallzahlen immer im Bereich von 25 und 50 gelegen. Unklar ist, in wie vielen Fällen die Omikron-Variante vorliegt.

„Es handelt sich um ein diffuses Infektionsgeschehen ohne räumlich abgrenzbare Schwerpunkte“, hieß es dazu aus dem Kreishaus. Sprich: Es gibt nicht etwa einen Hotspot, dem eine Vielzahl der Neuinfektionen zuzuordnen wäre. Vielmehr stecken sich Menschen im gesamten Kreisgebiet an.

So stiegen die Zahlen in Uelzen und in den Samtgemeinden

Das zeigt auch der Blick in die Details: In der Hansestadt Uelzen war der Anstieg mit +57 am größten (von 1753 auf 1810 gesamt seit Beginn der Pandemie). In der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf kamen 22 Infektionen hinzu (von 1056 auf 1078), in der Samtgemeinde Rosche 13 (von 244 auf 257), in der Samtgemeinde Aue 10 (von 478 auf 488), in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel 4 (von 245 auf 249) und in der Samtgemeinde Rosche 3 (von 350 auf 353).

In den sozialen Netzwerken sorgte das „Corona-Update“ des Landkreises mit den 109 neuen Corona-Infektionen erwartungsgemäß sehr schnell für hitzige Diskussionen. Die Beiträge reichten direkt von der schwierigen Ursachenforschung („Wo kommen die denn alle her?“) bis hin zu Befürchtungen, dass schon bald Schulen schließen und ein harter Lockdown drohen könnte.

Bundes- und landesweit neue traurig Höchstwerte

Mit der raschen Verbreitung der Omikron-Variante schießen die Corona-Fallzahlen in Deutschland auf Rekordhöhe. Die Zahl der binnen eines Tages übermittelten Neuinfektionen überschritt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen erstmals die Schwelle von 80.000 (80.430 Fälle). Vor einer Woche waren es 58.912 erfasste Neuinfektionen gewesen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte.

Bremen verzeichnet im Vergleich der Bundesländer weiter den mit Abstand höchsten Inzidenzwert bei Corona-Neuinfektionen. Das Robert Koch-Institut gab den Sieben-Tage-Wert auf 100.000 Einwohner gerechnet am Mittwoch mit 1296,8 an. Bremen ist das einzige Bundesland mit einem Inzidenzwert über 1000. Den nächsthöchsten Wert hat laut RKI Berlin mit 856,4.

7-Tage-Inzidenz in Niedersachsen bei 337,1

Die Zahl der Corona-Fälle und die Sieben-Tage-Inzidenz haben auch in Hamburg bislang nie gekannte Höhen erreicht. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl neu gemeldeter Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Mittwoch mit 723,0 an. Gleichzeitig meldete sie 2590 bestätigte Neuansteckungen. Das sind so viele wie noch nie an einem Tag - und 542 mehr als am Vortag und 625 mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die bisher höchste Fallzahl hatte die Gesundheitsbehörde am vergangenen Donnerstag mit 2264 gemeldet.

In Niedersachsen bleibt die Infektionsdynamik in der Corona-Pandemie hoch. Nach Angaben der Landesregierung stieg die Sieben-Tage-Inzidenz bis Mittwochmorgen auf 337,1. Tags zuvor hatte der Wert noch bei 322,4 gelegen. 

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