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26 Taten: Junge Diebesbande aus dem Landreis Uelzen vor Gericht

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Von: Lars Becker

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Der Prozess gegen sechs Frauen und Männer aus dem Landkreis Uelzen beginnt am Mittwoch.
Der Prozess gegen sechs Frauen und Männer aus dem Landkreis Uelzen beginnt am Mittwoch. © Gerhard Sternitzke

Haben sie sich immer wieder zu Einbrüchen hinreißen lassen und tatsächlich Beute im Wert von 30.000 Euro gemacht? Haben sie an Tatorten mehrfach Feuer gelegt, damit ihnen die Ermittler nicht auf die Schliche kommen? Sechs jungen Menschen aus dem Landkreis Uelzen wird ab Mittwoch deswegen der Prozess gemacht.

Uelzen/Landkreis – Reihenweise Einbrüche in die Vereinsheime von Sportvereinen, dazu sogar Brandstiftungen, um Spuren zu verwischen: Sechs Frauen und Männer, die allesamt im Landkreis Uelzen leben und 19 bis 22 Jahre alt sind, müssen sich ab dem kommenden Mittwoch, 23. März, vor der 2. Großen Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Um 9 Uhr beginnt in Saal 121 die Hauptverhandlung gegen die jungen Angeklagten.

Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift insgesamt 26 Taten vor, die allesamt im vergangenen Jahr zwischen März und Ende August begangen worden sein sollen. Die Tatorte lagen unter anderem in Suderburg, Natendorf, Bad Bevensen, Ebstorf, Rosche, Dähre und Lüchow.

In wechselnden Konstellationen „auf Tour“

Aufgrund eines gemeinsamen Tatentschlusses sei die Gruppe vor allem in Vereinsheime eingedrungen, „um sich eine einträgliche Einnahmequelle zu verschaffen“, heißt es in der Prozessankündigung des Landgerichts.

Die Angeklagten – drei stammen aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, zwei aus der Hansestadt Uelzen und einer aus der Samtgemeinde Rosche – sollen in wechselnden Konstellationen diverse werthaltige Gegenstände wie Laptops und Werkzeug, aber auch Lebensmittel entwendet und anschließend veräußert oder aber für sich selbst verwendet haben.

Fahrzeuge, Garage und Strohmieten abgebrannt

Den Angeklagten sollen durch die Taten insgesamt Dinge im Wert von über 30.000 Euro in die Hände gefallen sein. Darüber hinaus sollen drei von ihnen mehrfach Feuer gelegt haben, um Spuren zu vernichten. Dabei seien dann verschiedene Fahrzeuge und eine Garage ausgebrannt. Auch Strohmieten seien in mehreren Fällen angezündet und durch das Feuer zerstört worden. Einer der Angeklagten befindet sich in Untersuchungshaft.

Drei Fortsetzungstermine sind für den 31. März sowie den 21. und 28. April anberaumt. Am zweiten Verhandlungstag sollen drei Zeugen vernommen werden.

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