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Kehrtwende im Kampf gegen Corona: „Impfzentrum 2.0“ in Uelzen gesucht

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Von: Lars Becker

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Für die Mitarbeit in einem Impfzentrum wie dem in der Stadthalle haben sich aus dem Landkreis Uelzen bisher rund 50 Ärztinnen und Ärzte registriert. foto: reuter
Das Impfzentrum in der Stadthalle Uelzen ist Geschichte – jetzt sucht der Landkreis in der Hansestadt erneut „einen festen Standort“ für Coronaschutzimpfungen. © Reuter, Norman

Was in Nachbarkreisen schon passiert, soll jetzt auch im Landkreis Uelzen kommen: Wie die Kreisverwaltung mitteilt, will man zusätzlich zu den aufsuchenden Angeboten durch zwei mobile Impfteams jetzt „zusätzlich auch stationäre Impfmöglichkeiten dezentral an verschiedenen Orten im Landkreis schaffen“.

Uelzen/Landkreis – Wo und in welcher Form der Landkreis stationäre Impfangebote machen werde, sei aktuell Gegenstand intensiver Planungen. „Derzeit läuft hierzu unter anderem der Abstimmungsprozess mit den Samt- und Einheitsgemeinden. Sobald konkrete Ergebnisse vorliegen, wird der Landkreis Uelzen dazu entsprechende Informationen herausgeben“, heißt es.

Und damit nicht genug: Denn parallel zu den geplanten Impfungen an verschiedenen Standorten sucht der Landkreis in der Kreisstadt Uelzen zusätzlich auch einen festen Standort nach dem Vorbild der Stadthalle über weite Teile des Jahres, „an dem mittelfristig schneller geimpft werden könnte als an wechselnden Stationen in der Fläche“, so der Kreis.

„Schließung der Impfzentren durch den Bund ein schwerer Fehler“

„Am Ende geht es darum, möglichst zügig zu impfen. Es bleibt festzustellen, dass die bundesweite Schließung der Impfzentren durch den Bund ein schwerer Fehler war. Als die Entscheidung zur Schließung getroffen wurde, war das Thema,Boostern‘ bereits bekannt. Dass erst funktionierende Impfzentren geschlossen wurden, um nun neue Strukturen aufzubauen, wäre nicht nötig gewesen“, wird Landrat Dr. Heiko Blume zitiert.

„Wenn wir die vierte Infektionswelle brechen und damit eine drohende Überlastung unseres Gesundheitssystems verhindern wollen, dann brauchen wir nach der Schließung des Impfzentrums dringend weitere niedrigschwellige und verlässliche Impfangebote“, so Blume gestern weiter. Der Landkreis unterstütze mit seinen Plänen die niedergelassenen Ärzte bei der Aufgabe, Erst- und Zweitimpfungen ebenso wie „Booster-Impfungen“, also Auffrischungsimpfungen, durchzuführen.

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