Küstenautobahn holt auf

Hannover/Wolfsburg - Von Marc Rath. Die A22 holt in der Planungsphase gegenüber der A39 auf. Die in Oldenburg erscheinende Nordwest-Zeitung zitiert Landeswirtschaftsminister Walter Hirche (FDP), wonach der Bau der Küstenautobahn 2013 beginnen könne.

Das ruft den Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 auf den Plan: "Es wird nun selbst für unentwegte A-39-Befürworter sehr schwer werden, die Augen zu verschließen vor der Tatsache, dass die A 39 hinter der A22 zurückstehen wird und dass jetzt die A 39 den Platz im Bundesverkehrswegeplan wieder frei machen muss für regionaldienliche, realistische und finanzierbare Projekte", reagierte ihr Sprecher Eckehard Niemann. Hirches Sprecher Christian Haegele relativierte die Schlagzeile der Nordwest-Zeitung. "Ab 2014 wird mit dem Bau der A 22 begonnen werden können." Sein Haus plane, dass für die A 22 Baurecht bis Ende 2013 geschaffen wird, bei der A39 rechnet das Ministerium hingegen für den ersten Abschnitt schon bis Mitte 2013. "Wir sehen den Neubau der A22 und der A39 von Wolfsburg bis Lüneburg gleichermaßen als besonders prioritäre Projekte zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Niedersachsen an", kündigte Haegele gegenüber dem IK an, dass das Land beim Bund für die Finanzierung beider Projekte kämpfen werde. Unterdessen erwägt das Land Sachsen-Anhalt, den geplanten Lückenschluss der A14 abzuspecken. Bei Magdeburg sollen elf Kilometer über eine vierspurige Bundesstraße geführt werden. Das Land hofft damit, die Finanzierung nach der Kostenexplosion von mehr als einer halben Milliarde Euro auffangen zu können. Erschienen: 29.08.2008: IK / amz / Seite:1

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