Kreis für lange B 190n

Claus-Dieter Reese (von links) und Manfred Daum.

Von Hagen EichlerUelzen/Landkreis. Der Landkreis Uelzen stellt sich hinter den Wunsch von fünf Kreistagsabgeordneten aus der Umgebung Bodenteichs, die geplante Bundesstraße 190n bis zur B 4 zu verlängern. Der Kreisausschuss fasste gestern einstimmig den Beschluss, beim Land Niedersachsen diese Streckenführung zu beantragen.

Die Ausschussmitglieder entschieden sich auch dafür, dass die neue Straße bei Breitenhees auf die B4 stoßen soll. Der ursprüngliche Antrag von Claus Dieter Reese, Eberhard Siemeke (beide CDU), Ivonne Großmann-Daniel, Christian Nickel (beide SPD) und Horst-Michael Hintze (FDP) hatte sich hier nicht festgelegt. Kreistagsabgeordneter Jacques Voigtländer (SPD) begrüßte das: "Die SPD-Fraktion hat erklärt, dass Breitenhees die Bedingung unserer Zustimmung ist, und wir haben uns damit durchgesetzt."

Bereits vor 14 Tagen lag der Antrag auf dem Tisch, wurde jedoch vom Ausschuss vertagt. Zur Sitzung gestern lag den Politikern auch eine positive Stellungnahme der Kreisverwaltung vor. Der Kreisausschuss stellt sich hinter die Argumentation, ohne die Verlängerung bis zur B4 funktioniere die Ost-West-Anbindung der Autobahnen 14 und 39 nicht. Außerdem, so der Beschluss, müsse eine "besonders gravierende Verkehrsbelastung" im Flecken Bad Bodenteich verhindert werden.

Die Uelzener Forderung zur B 190n geht nun an das Land, liegt aber auch noch dem Celler Kreistag zur Stellungnahme vor. Unterstützung kommt mittlerweile von der Handwerkskammer Lüneburg-Stade. Die Querspange B190n müsse auf ganzer Länge gebaut werden, fordert die Kammer. Die Vertreter des Handwerks wollen, dass das bestehende Verkehrsnetz bestmöglich an die A39 angebunden werde, weil die Region im Konkurrenzkampf stehe.

Erschienen: 14.06.2006: AZ / 136 / Seite:5

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