Korridor führt bis nach Schmölau

bo Uelzen/Magdeburg/Waddekath. Das Verkehrsministerium von Sachsen-Anhalt hat gestern die Untersuchungskorridore für die Linienplanung der künftigen Bundesstraße 190n vorgelegt. Diese sogenannte Querspange soll einmal die A 14 und die A39 verbinden.

Einer Zeichnung des Ministeriums zufolge treffen die Korridore an drei möglichen Stellen auf die Landesgrenze zu Niedersachsen: bei Schmölau (Höhe Bad Bodenteich), bei Neuekrug (Höhe Lüben) und bei Waddekath (Höhe Wittingen/Rade). Die dreispurig vorgesehene Querspange ist Bestandteil der sogenannten Hosenträger-Variante und soll auf mehr als 100 Kilometern Länge durch Sachsen-Anhalt und Brandenburg führen. Ob sie auch durch Niedersachsen führt, ist noch offen – denn die Skizze lässt den Schluss zu, dass auch ein Verlauf der A 39 durch sachsen-anhaltinisches Gebiet in diesem Bereich nach wie vor eine Option ist: "Diese Schlussfolgerung ist richtig", bestätigte Ministeriumssprecher Harald Kreibich. Interessant ist aus niedersächsischer Sicht dennoch, wo die B 190n aus östlicher Richtung "ankommt". Denn im Zuge der A 39-Planungen war bislang auch eine Weiterführung der Querspange nach Westen diskutiert worden. Ein Verlauf der Trasse von "nördlich Dähre" bis "südlich Schmölau", so die Angaben des Ministeriumssprechers, ließe den Schluss zu, dass die Querspange – wenn sie denn überhaupt gebaut wird – nördlich von Wittingen und möglicherweise auch Hankensbüttel weitergeführt wird. Gleiches dürfte wohl auch für die Neuekrug-Variante gelten. Bei der Version "südlich Diesdorf/Waddekath" wäre hingegen eine südliche Umfahrung Wittingens wahrscheinlicher. Auf niedersächsischer Seite lassen die Planer die Katze noch nicht aus dem Sack. Die Querspangen-Planung werde "im Rahmen der A 39 mit abgearbeitet", sagte gestern die stellvertretende Leiterin der Lüneburger Straßenbaubehörde, Annette Padberg. Die Ergebnisse sollen, wie berichtet, Ende März öffentlich gemacht werden. Erschienen: 08.03.2006: AZ / 57 / Seite:5

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