Von Woche zu Woche

Ein Steinwurf in Richtung Wirklichkeit

Ein Stein fällt ins Wasser und zieht weite Kreise. Das Bildnis drängt sich einem bei der Wellen schlagenden Diskussion um die umstrittene Fördermethode Fracking förmlich auf, geht es doch um Gestein und Wasser und um für sich alleine genommen kaum nennenswerte Vorgänge, die eine große Wirkung haben können – für Mensch, Tier und Natur.

Die möglichen Konsequenzen, sie rücken immer mehr in den Fokus der Politik und der Umweltverbände – auch im Kreis Uelzen. Die Anträge zweier Unternehmen, in der Heideregion nach Bodenschätzen suchen zu wollen, waren sozusagen ein Steinwurf ins Wasser, der nun in Form einer immer stärker werdenden Diskussion um eine Umweltverträglichkeit der Technik seine Kreise zieht. Im Zuge dieser Debatte wird deutlich, dass Fracking keinesfalls eine „Bedrohung von Morgen“ ist, sondern schon seit Langem Wirklichkeit. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie bestätigte gestern noch einma: 320 Mal wurde in den vergangenen Jahrzehnten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gefrackt – einmal davon auch im Uelzen. Die Diskussion kommt also reichlich spät, viel zu spät! Und: Sie ist hoffentlich nicht nur Ausdruck eines in Niedersachsen tobenden Wahlkampfs, indem der eine dem anderen unterstellt, nicht genügend für die Natur zu tun. So nachzulesen in gestern erhaltenen Pressemitteilungen der Parteien.

Von Norman Reuter

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