Schritt ist laut Betreiber aus internen gesellschaftlichen Gründen notwendig / Trotzdem Ende März erste Einäscherung geplant

Kleintierkrematorium in Emern: Gericht prüft Insovenz

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no Emern. „In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Eichenhof Heimtierbestattungszentrum GmbH vertreten durch Enrico Albrecht ist am 23. Januar, um 11 Uhr die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Schuldnerin angeordnet worden.

Verfügungen der Schuldnerin sind nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam“, lautet die öffentliche Bekanntmachung des Amtsgerichts Uelzen. Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Boris Freiherr von dem Bussche aus Dannenberg.

„Das Gericht prüft die Insolvenz“, sagt Albrecht und erklärt, dass aus „internen gesellschaftlichen Gründen“ dieser Schritt notwendig gewesen war. Das Unternehmen soll laut Albrecht wie geplant fortgeführt werden und eine neue Gesellschaft ist in der Gründung. Er rechnet trotz Insolvenzantragsverfahren damit, dass Ende März die erste Einäscherung in Emern stattfinden kann.

Tierbestattungen kann Albrecht trotzdem vermitteln. „Das Unternehmen wird angenommen und es werden von Woche zu Woche mehr Tiere“, sagt der Betreiber. Über den Eichenhof laufen bis zu 25 Einäscherungen pro Woche. Allerdings nicht in Emern, sondern bei Kooperationspartnern in Willebadessen oder bei antares in Fassberg-Müden. „In Fassberg äschern die Mitarbeiter rund 200 Tiere pro Monat ein“, sagt Albrecht.

Noch während der jüngsten Sitzung der Gemeinde Wrestedt mussten die Ratsmitglieder darüber abstimmen, ob sie noch einmal vors Gericht ziehen, um gegen die immissionsschutzrechtlichen Bescheide des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes Lüneburg zu klagen und die Beschlüsse für den Erlass eines Bebauungsplanes und einer Veränderungssperre für Emern aufzuheben. Es wurde keine Klage eingereicht und sowohl Bebauungsplanes als auch Veränderungssperre wurden aufgehoben. Während der Sitzugn appelierte Dr. Werner Fricke von der Bürgerinitiative für ein lebendiges Emern an die Politiker, die Veränderungssperre nicht aufzuheben, weil es sein könne, „dass die GmbH den Betrieb aufgibt und verkauft“.

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