Von klein auf...

. . . durfte er sein Langohr-Leben beobachten: das des Hasen, der auf der Wiese vor dem Redaktionsfenster wohnt. Die Wiese ist seine Welt. Sie wurde es vor einigen Monaten, als er das erste Mal auftauchte und noch ein Mini-Hase war.

Und sie ist es auch heute noch, da aus der pelzigen Handvoll Hase längst ein recht ansehnlicher Rammler geworden ist. Und unser Mann macht sich so seine Gedanken, wenn er den Mümmelmann dort sitzen sieht: Eine so kleine Welt aus Gras und Maulwurfshügeln, begrenzt von einer belebten Ampelkreuzung und einem großen Haus. Und: eine Welt, in der er ganz allein ist, der kleine Hase. Tag für Tag sitzt er dort, knabbert seine Grashalme, hoppelt von links nach rechts und wieder zurück, macht Männchen oder döst. Immer allein. Hasenseelenallein. Wo sind seine Hasengeschwister? Wo ist die Mutter? Unser Mann hat inzwischen eine Theorie ersonnen, wie das Langohr seine Einsamkeit erträgt: Vielleicht glaubt es, es wäre ein Vogel. Denn die Amseln sind seine einzigen Gefährten auf dieser Wiese, und er sucht ständig deren Nähe – grübelt über ein Hasendasein der.

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