Kleengeld

Een Geschicht de sik affspeelt het, as dat noch keen Fernsehn und kum Radios gäw. Domals har jedet Döörp noch eenen Kroog. Sündag Nameddags und vör allen Dingen wenn Fierabend wär, dröpen sick dor de Keerls ut’n Döörp um Kööm und Beer to drinken.

Se speelen denn ok Korten; Skat, Solo, Doppelkopp, oder Shapskopp. Sömtein und veer wör je verbaden, wör aber ok speelt. Ok güng man mal dorhen üm twischendörch eene lütge Lag, also Köm und Beer, to drinken.

As Köm und groodet Beer, domals 2,50 DM köst het, güng Opa Gustav eenen Nameddag ok to’n Krööger, üm wie dat heeten dä „sik eenen achter de Binde to kippen.“ Gustav, he wär een Filou, har dat fustdick achter de Ohrn.

He stell sick an de Theke und sä: „Giv mik man mal een Kööm und groodet Beer,“ ton Kröger. Dan eenfachen Schnapps kreeg he glieks. Beer dat duurt je sien Tied und se vertelln sik wat dat woll Nee’es in Döörp gäw. Mit Genuss drunk he sien Beer ut und frög, obwohl he dat wüss: „Wat mutt ik betalen?“ „Dat köst 2,50 Mark,“ sä de Wirt. Gustav faat in de Tasch und kriggt dor 25 Gröschen rut, schmitt de up de Theke, dat noch poor Gröschen rünnerfalln dän. Ärgerlich socht Kröger Willi de Gröschens up.

Na poor Daag kummt Gustav wedder Kööm und groodet Beer to drinken. Wedder ward öwer dat Wäder und so wieder snackt. He drinkt sein Beer ut, wischt sik dan Schuum mit de Hand von de Lippen aff und betalt wedder mit 25 Gröschen, genau wie dat vörrige mal. Kröger Willi schimmt und seggt: „Wat sall dat mit dien Kleengeld, bringst womöglich noch Pennige mit, wullt du mik argern?“

Von Carl Friedrich Bautsch

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