Land: A 39 und neue Kanalschleuse sollen in den Bundesverkehrswegeplan

Klares Ja aus Hannover

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Geht es nach der Landesregierung, dann fährt man hier geradeaus bald nach Lüneburg.

nre/bo Wittingen/Hannover. Die Niedersächsische Landesregierung hat gestern bei ihrer Kabinettssitzung einen Maßnahmenkatalog mit Bauprojekten für Bahntrassen, Straßen und Wasserrouten für den ab 2015 geltenden Bundesverkehrswegeplan beschlossen.

In den „Anmeldelisten für den Bundesverkehrswegeplan“ finden sich auch Maßnahmen, die die Infrastruktur des Isenhagener Landes maßgeblich betreffen.

Bei den 241 gelisteten Straßenprojekten sind die sieben Bauabschnitte zum Lückenschluss der A 39 (Verkehrsminister Jörg Bode: „Das Projekt steht im Vordergrund“) aufgeführt. Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans soll nach dem Willen der Landesregierung auch der Neubau der Schleuse Lüneburg auf dem Elbe-Seitenkanal zur Erweiterung des Schiffshebewerkes Scharnebeck sein.

Der Maßnahmenkatalog wurde direkt an den Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) überreicht, der an der Kabinettssitzung teilnahm. Für das Erstellen des Bundesverkehrswegeplans müssen die Länder ihre Anmeldelisten spätestens 2013 abgeben. Das Bundesministerium erstellt dann eine Prioritätenliste zu den einzelnen Bauprojekten.

Der scheidende Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Eberhard Manzke, hat gestern an Ramsauer appelliert, den Bau der Autobahn schnell zu beginnen, sobald Planungsreife dafür vorliegt. Kritik kam dagegen vom Nabu: „Die Autobahnprojekte A 20 sowie A 39 zeigen, dass die Landesregierung in den 1970er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts hängen geblieben ist“, kommentierte gestern der Landesvorsitzende Dr. Holger Buschmann den beschlossenen Maßnahmenkatalog der Landesregierung. Niedersachsen werde immer mehr zum Transitland.

Von Holger Boden und Norman Reuter

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