War ja klar,...

. . . dachte sich Uhlenköper. Denn endlich mal hatte er es mit seinem vom Winter völlig verdreckten Schlorren in die Waschanlage geschafft, da sah das Vehikel am nächsten Tage auch schon wieder aus wie zuvor.

Das Warten auf Plusgrade, damit durch das Waschwasser keine Türen zufrieren, ist für die Katz gewesen. Kaum hatte er die Waschstraße verlassen, musste Uhlenköper auf der Bundesstraße einem Schmutz schleudernden und Matsch siffenden Lkw hinterher zockeln. Er versuchte, möglichst großen Abstand zu dem Schmutzfink zu lassen, damit sein Auto nach der verabreichten Schaumpflege nicht gleich wieder aussieht wie ungewaschen. Aber auch das brachte nichts: Ihm kamen im Sekundentakt mindestens ebenso schlimme Dreckschleudern auf der anderen Straßenseite entgegen, sodass es kein Entrinnen gab. Als unser Mann nach der Tour auf den Parkplatz rollte und seinen Wagen von außen besah, war er fassungslos: Dass der gerade aus der Waschanlage kam, hätte ihm niemand, aber auch wirklich niemand geglaubt! Jetzt wartet er eben bis zum Frühjahr, bis es trocken ist, mit der nächsten Waschung und pfeift auf ein sauberes Auto, ein trotziger Uhlenköper.

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