Sicher führen Chor und Musiker die Konzertgäste durch Johannes-Passion

Klanggewaltiges in Kirche

Klanggewaltiges von Johann Sebastian Bach: In den höchsten Tönen gelobt wurden die Sänger der Uelzener Kantorei von den Besuchern am Sonntag für ihre gesangliche Leistung bei der Aufführung der Johannes-Passion. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach, „ein Schlüsselwerk der Musikgeschichte“, so ein begeisterter Musikfreund, der sich den Genuss in der St. Marienkirche nicht entgehen ließ, ist eigentlich zur Aufführung an Karfreitag bestimmt.

Die Geschichte, wie Jesus ans Kreuz „geriet“, spannender als so mancher Thriller, wenn auch ohne literarische Feinheiten im Text, fordert eine umso größere Leistung der musikalischen Darstellung. Für die Uelzener Kantorei, die schon viele anspruchsvolle Werke umgesetzt hat, „eine großartige Herausforderung“, wie Chormitglieder bestätigen. Gemeinsam mit den Solisten Heike Hallaschka (Sopran), Schirin Partowi (Alt), Victor Schiering (Tenor), Konstantin Heintel (Bass) und Matthias Weichert (Bass) ist die Geschichte in 130 Minuten erzählt, wobei der Chor die Handlung gliedert.

Noch heute gebe es Stimmen, die behaupten, Bachs Musik sei nichts anderes als der „Knecht des Evangeliums“, so als hätte sich Bach vorgenommen, mit den Theologen zu konkurrieren, lässt der Veranstalter seine Gäste während des Programms am Sonntag wissen. Ein Programm, das Musikfreunde, aber auch weniger Musikbeflissene sicher durch die 40 Stücke der zwei Teile des Gesamtwerkes begleitet. „Zu Beginn etwas zu viel Spannung“, meint eine Besucherin zum ersten Rezitativ, die sich auch beim Bass des Jesus erst mit der Stimme anfreunden musste: „Ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie ich mir Jesus stimmlich vorzustellen habe.“

Alle Besucher waren von den Solisten und vom Chor unter der Leitung von Erik Matz begeistert, aber vor allem auch von der Leistung der Musiker.

Susanne Geiger und Christiane Carstensen an den Flöten, Inge Marg und Harumi Hoshi mit der Oboe, die ersten Geigen spielten Galina Roreck, Christiane Hampe, Kathrin Westphal, Christine Schwarz, Susanne Grahn und Christine Fischer-Zernin. Die zweiten Geigen besetzen Katharina Wulf und Arne Westerhaus, Franziska Dirmhirn, Gabriele Steinfeld und Birgit Maschke. Die Bratschen spielten Stephan Sieben, Michaela Storch, Ahlke Raithel, Kasia Jerzewska und die Celli Felix Stockmar und Susanna Weymar. Mit Thomas Brands (Bass), Dagmar Lübking (Orgel), Susanne Peuker (Laute), Simone Eckert (Gambe) und Katharina Brahe (Fagott) ist das Orchester vollständig benannt.

Von Angelika Jansen

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