„Keine Alternativen"

Uelzen - Von Holger. Die Vorzugsvariante bleibt die Vorzugsvariante. Das ist die wesentliche Botschaft, die die Lüneburger Planungsbehörde gestern im Rahmen des Erörterungstermins zur A39 in der Uelzener Stadthalle für die Öffentlichkeit im Gepäck hatte.

Neue Planskizzen wurden denn von der Landesbehörde für Straßenbau auch gar nicht erst herausgegeben. Im Vergleich zur bereits bekannten Vorzugsvariante ändert sich aus Sicht des Isenhagener Landes nichts. Die einzigen Nachbesserungen betreffen den Verlauf der Autobahn bei Lüneburg und die Trassenführung bei Bad Bodenteich, wo das Schutzgebiet an den Seewiesen nun östlich umfahren wird. Für den Wittinger Bereich heißt das: Die geplante Strecke verläuft von Süden kommend weiterhin zwischen Glüsingen und Mannhagen und dann auf den Elbe-Seitenkanal zu. "Ein früherer Schwenk zum Kanal ist nicht möglich", sagte Chefplanerin Anette Padberg auf IK-Nachfrage. Aus Glüsingen war viel Kritik an dieser Trassenführung gekommen – man fürchtet die zu erwartende Zerschneidung der Landschaft. Auch in Ehra und Lessien dürfte man nicht glücklich sein über den nun bestätigten Planungsstand: Die Autobahn soll wie gehabt zwischen beiden Orten hindurchführen – die befürchtete Zerschneidung der Gemeinde wäre also Realität. Auch hier sahen die Planer laut Padberg "keine weiteren Alternativen". Sie räumte ein, dass die Situation "für beide Orte sicher nicht optimal" sei, eine Wegverbindung bleibe durch eine Brücke aber erhalten. Unverändert bleibt auch die Planung für die so genannte Querspange (B190n): Die soll von der B4 bei Breitenhees durch die Wälder nördlich von Bokel in Richtung Bodenteich und weiter zur Landesgrenze bei Schafwedel verlaufen. Bis zum Sommer soll das Raumordnungsverfahren abgeschlossen sein und die Trasse aus planerischer Sicht endgültig stehen. Die Bürgerinitiativen gegen die A39 nutzten den Termin zu einer Protestaktion und postierten drei berittene Musketiere vor der Stadthalle. Diese sollten, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, "ihre Heimat mit Mut, Witz und Solidarität gegen Ideologien, Ignoranz und Intrigen schützen". Erschienen: 20.04.2007: IK / TZ / Seite:1

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