Kaum Änderungen

Lüneburg/Uelzen - Von Marc Rath. Das Raumordnungsverfahren für die Autobahn 39 verzögert sich weiter. Noch "ein guter Monat" dürfte vergehen, bis der Abschlussbericht fertig ist, sagte Holger Manthey auf AZ-Nachfrage. Der Referatsleiter in der Regierungsvertretung Lüneburg koordiniert das Verfahren.

Gemeinsam mit einem Kollegen feilt er derzeit an den letzten Sätzen. 200 Seiten des voraussichtlich rund 300 Seiten starken Werkes sind ausformuliert. Bis spätestens Anfang September will Manthey die Arbeit abgeschlossen haben. >Der Inhalt steht indes fest – und es wird keine gravierenden Änderungen an der Trasse für das Straßenbauprojekt mehr geben. Damit ist auch der jüngste Vorstoß der Stadt Lüneburg gescheitert, die mit einem Gutachten nochmals dafür geworben hat, die Autobahn westlich der Salzstadt zu bauen. Doch die Autobahnplaner legen sich bei ihrer Vorzugsvariante auf die Trasse über die bisherige Ostumgehung fest.Im Landkreis Uelzen gibt es drei kleinere Änderungen, die zuletzt im Rahmen der Anhörung von den betroffenen Gemeinden angeregt worden waren: • In Oetzen soll die Strecke etwas stärker nach Westen verlegt werden. • Die Behörde kommt auch dem Wunsch der Stadt Uelzen nach, die Trasse etwas weiter westlich von Hanstedt II verlaufen zu lassen. • Für den Abschnitt südlich von Bad Bodenteich hat die Regierungsvertretung einen Kompromisvorschlag erarbeitet. Hier soll die Streckenführung begradigt werden, so dass weniger landwirtschaftliche Flächen zerschnitten werden müssen. Allerdings rückt die A 39 dadurch näher an Langenbrügge heran. "Trassenoptimierungen" nennt Manthey diese Prozedur. Endgültig festgelegt wird der Streckenverlauf jedoch erst im Planfeststellungsverfahren, das im ersten Quartal 2008 beginnen soll. Dort seien in einzelnen Fällen durchaus noch Änderungen möglich, so Manthey. Wenn die Regierungsvertretung den Bericht abgeschlossen hat, wird das Papier in den mehr als 200 Gemeinden, die am Anhörungsverfahren beteiligt waren, vier Wochen öffentlich ausgelegt. Dort können Bürger die Unterlagen einsehen, die zudem auch im Internet veröffentlicht werden sollen. Zwei Kriterien gelten denn auch bei dem derzeitigen Feinschliff. "Wir wollen verständlich formulieren, doch zugleich müssen die Ausführungen auch rechtlichen Überprüfungen standhalten", unterstreicht der A-39-Koordinator. Einwendungen können in dieser Phase des Verfahrens indes nicht eingebracht werden. Erst im Zuge des Planfeststellungsverfahrens haben Betroffene wieder Gelegenheit, Bedenken vorzubringen. Erschienen: 26.07.2007: AZ / TZ / Seite:2

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare