Stadt befürchtet stärkere Belastungen durch Bau der A 39 / Gemeinsame Klage angedacht

„Katastrophe für Bad Bevensen“

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Die Stadt Bad Bevensen will, wenn nötig, zusammen mit Betroffenen aus Gollern, Groß Hesebeck und Röbbel gegen den Bau der A 39 klagen. In Groß Hesebeck ist der Protest in der Mitte des Ortes in Form eines Mahnmals offensichtlich.

Bad Bevensen. Die Stadt Bad Bevensen befürchtet größere Beeinträchtigungen als bisher vermutet durch den Bau der Autobahn 39.

In der jüngsten Arbeitskreissitzung, in der Vertreter der Landesstraßenbaubehörde Lüneburg über den aktuellen Planungsstand der Trasse informierten, seien die Bad Bevensener hellhörig geworden. „Uns wurde eine Grafik präsentiert, auf der bei Römstedt eine vollkommen ausgestaltete Ausfahrt angelegt war“, berichtet Bad Bevensens Bauamtsleiter Roland Klewwe. Er und Bürgermeister Martin Feller vermuten nun, dass es zu einer für die Kurstadt ungünstigen Abschnittsbildung beim Bau der Autobahn kommen könnte. „Wenn die Autobahn bei Römstedt endet, dann muss der ganze Verkehr über den Osten Bad Bevensens zur Budesstraße 4 geleitet werden“, erklärt Klewwe. Dieser Teil des Straßennetzes der Stadt sei aber für größere Verkehrsaufkommen nicht ausgelegt. „Bevensen ist traditionell eher nach Westen ausgerichtet. “ Auch Bürgermeister Feller (Grüne) betont: „Das wäre eine Abschnittsbildung, die nicht akzeptabel ist. Eine Katastrophe für Bad Bevensen. “.

Zum Hintergrund: Die Kurstadt Bad Bevensen hat sich bereits öffentlich gegen den Bau der Autobahn 39 positioniert – zumindest, wenn die Trassenführung so bleibt, wie sie derzeit geplant ist. Denn durch diese Streckenführung würde nicht nur die Stadt wie beschrieben belastet. Die Ortsteile Groß Hesebeck, Röbbel und Gollern wären massiv von dem Bau betroffen, da die Trasse zum Teil direkt durch die Ortschaften führt (AZ berichtete). „Wir arbeiten an der Verhinderung der A 39“, macht Feller die Position der Stadt nochmals deutlich. Zusammen mit den Betroffenen aus Groß Hesebeck, Gollern und Röbbel bereite er das weitere Vorgehen vor. Feller: „Unsere Anwältin hat uns empfohlen, zusammen mit den anderen Betroffenen zu klagen.“ Im September plant die Stadt eine Info-Veranstaltung zur A 39. Dort werden die aktuellen Planungen und Möglichkeiten des Einschreitens beraten.

Von Wiebke Brütt

Einen weiteren Artikel zum Thema lesen Sie in der AZ.

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