Ein Kasten, der fährt...

. . . das war in Uhlenköpers Kindheit ein Auto.

Ein Auto kann sich geradeaus, nach links und rechts und rückwärts bewegen, das Ganze (bis auf rückwärts) mit mindestens 100 Stundenkilometer, man kann darin sitzen und ist gut geschützt – wobei der beste Schutz das Fahren mit Umsicht, Rücksicht, Weitsicht und Vorsicht ist.

Das war einmal. Heute protzen die neuen Wagen mit Extras. Uhlenköper hat einmal eine Aufzählung der Ausstattung eines neuen japanischen Gefährts in diesen Text kopiert: Sie hätte eine knappe halbe Seite gefüllt. Darunter sind Dinge wie elektrische Fensterheber (Kurbel geht auch und macht weniger Ärger), Funkfernbedienung für die Verriegelung (Schlüssel geht auch, verrät Schlüsseldieben aber nicht den Wagen), ein beheizbares Lenkrad (wie bitte?) oder Make-up-Spiegel.

Überhaupt ist es ein Riesenspaß, Autobeschreibungen des Herstellers zu lesen. Eine Kostprobe? Also: „Unwiderstehlich wird der Blick des Betrachters von der dynamischen Linienführung des Designs angezogen, schweift genussvoll vom kraftvollen Heck über die athletischen Flanken bis zur charakteristischen Kühlermaske.“ Zu Erinnerung: Es geht um ein Auto.

Für weiteren Sprachspaß empfiehlt es sich, Autohersteller im Internet anzusteuern und Beschreibungen des Äußeren von Autos zu lesen. Derweil dampft er in seinem rollenden Kasten davon, der

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