Militärübung JAWTEX

Kampfjets haben Vorfahrt

UELZEN/LANDKREIS -  Es ist die größte Übung der Bundeswehrstreitkräfte in diesem Jahr – und wegen ihr haben Privatflieger aus der Region besonders achtsam zu sein, damit man sich in der Luft nicht ins Gehege kommt.

Wie berichtet, werden vom 12. bis 23. Mai bei der Übung JAWTEX ((Joint Air Warfare Tactical Exercise) mehr als 110 Flugzeuge in zwei Korridoren unterwegs sein. Einer dieser Korridore umfasst einen Abschnitt von Gerdau, westlich von Uelzen, bis Visselhövede und von Winsen/Aller bis nördlich von Bispingen. Dazu wurden, so teilt der Aeroclub Deutschland mit, sogenannte Restricted Areas eingerichtet, die von Privatfliegern nicht durchflogen werden dürfen.

Der Flugbetrieb in Barnsen – hier der Tower auf dem Flugplatz – wird durch die Militärübung nicht beeinträchtigt. Es müssen aber Tabuzonen umflogen werden. Archivfoto: privat

Wie Jan-Olaf Albrecht, Vorsitzender des Vereins Cumulus, der den Flugplatz Barnsen betreibt, erläutert, seien ohnehin die Lufträume über dem Militärflugplatz Fassberg, dem Schießplatz Unterlüß und den militärischen Übungsgebieten bei Munster permanent für die Flieger eine Tabuzone und würden im Norden und Süden umflogen. Bei der Übung im Mai sei zusätzlich der Flugplatz Hodenhagen (Heidekreis) mit in das Beschränkungsgebiet einbezogen worden, sodass dieser wie auch Walsrode nicht während der Flugmanöver angeflogen werden dürfte.

Einen Einfluss auf die Starts und Landungen am Flugplatz Barnsen werde dies aber nicht haben – der Betrieb könne unbeeinträchtigt aufrecht erhalten werden, so Jan-Olaf Albrecht. In der Woche liegt die Zahl der Landungen in Barnsen bei etwa 20, sonnabends und sonntags bei durchschnittlich 80 bis 90.

Wenngleich, so der Vereinsvorsitzende, mit nur sehr geringfügigen Auswirkungen zu rechnen sei, müssten alle Privatflieger aus Uelzen in der Übungsphase besonders aufmerksam sein, nach Militärflugzeugen und -hubschraubern besonders Ausschau halten und ihre Transpondergeräte einschalten, die es den Militärpiloten erlauben, sie frühzeitig zu erkennen und der Luftaufsicht in Bremen ermöglichen, „erforderlichenfalls Warnhinweise zu geben“.

Nach Angaben der Bundeswehr sollen während der Großübung, für die ein zweiter Korridor auch in der benachbarten Altmark eingerichtet wurde, fast täglich Militärflüge stattfinden mit Ausnahme des Wochenendes am 17. und 18. Mai.

Von Norman Reuter

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