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Kaffeeautomaten, Videokameras und Antennen fürs neue Uelzener Kreishaus

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Von: Lars Becker

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Videoüberwachung fürs Rechenzentrum, Antennen für die Funkanlagen der Leitstelle und Kaffeevollautomaten für die Mitarbeiter: Im neuen Kreishaus stehen bis zum Umzug und danach noch einige Detailarbeiten an.
Videoüberwachung fürs Rechenzentrum, Antennen für die Funkanlagen der Leitstelle und Kaffeevollautomaten für die Mitarbeiter: Im neuen Kreishaus stehen bis zum Umzug und danach noch einige Detailarbeiten an. © Lars Becker

Bis zum Umzug der Mitarbeiter ins neue Kreishaus an der Albrecht-Thaer-Straße stehen dort noch einige Detailarbeiten an. Das Spektrum reicht von Kaffeevollautomaten bis zur Videoüberwachung fürs Rechenzentrum.

Uelzen/Landkreis – Die symbolische Schlüsselübergabe an den Landkreis Uelzen durch den Generalunternehmer Depenbrock hat bereits stattgefunden, zwischen dem 10. bis 12. August sollen die Mitarbeiter der Verwaltung ihre Arbeitsplätze im neuen Kreishaus an der Albrecht-Thaer-Straße beziehen.

Bis dahin sind noch viele Arbeiten zu erledigen – entsprechend schreiben der Landkreis beziehungsweise der IT-Verbund Uelzen aktuell mehrere Projekte aus. Die Bandbreite ist riesig. Sie reicht vom „Wohlfühlfaktor“ für die Mitarbeiter bis hin zu ganz elementaren Dingen.

Antennen gewährleisten Funk der Leitstelle

Für die Dauer von drei Jahren sollen für jede der drei Etagen des Neubaus drei Kaffeevollautomaten inklusive Vollservice (Wartung, Reinigung, Nachfüllen) angemietet werden. Außerdem geht es um die Lieferung und Installation eines Videoüberwachungssystems für das Rechenzentrum im Kreishaus.

Und zu guter Letzt müssen auf dem Dach des Kreishauses insgesamt vier Antennen installiert werden, damit unter anderem die Funkanlagen in der neuen Kreisleitstelle für Feuerschutz, Rettungsdienst, Krankentransport und Katastrophenschutz reibungslos funktionieren. Die entsprechenden Antennenträger sollen möglichst im Zeitraum vom 1. August bis 28. Oktober an schon vorhandenen Gitterkonstruktionen montiert werden.

Eine der vier Antennen ist für die Satelliten-Telefonie notwendig. Die zweite ist die sogenannte BOS-Antenne – BOS steht für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“. Hinzu kommen zwei Tetra-Antennen. Das sind die für den Funkverkehr von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Die Ausschreibung läuft noch bis zum kommenden Mittwoch, 13. Juli.

Elf Kameras für das neue Rechenzentrum

Auch angesichts der geltenden Datenschutz-Grundverordnung komplex ist die noch bis zum kommenden Dienstag, 12. Juli, laufende Ausschreibung des Videoüberwachungssystems für das Rechenzentrum im neuen Kreishaus. „Aufgrund des steigenden Sicherheitsbedarfs wird zukünftig eine Überwachung der Räumlichkeiten sowie eine Remote-Kontrolle der Hardware notwendig“, heißt es in der Beschreibung. Eingebaut werden sollen zwei 360-Grad-Kameras sowie neun Kameras jeweils mit einem 90-Grad-Winkel für Nahbereiche hinter Türen sowie für Flure und im Rechenzentrum selbst.

Dabei dürfen die Videokameras jedoch keine Tonaufzeichnungen ermöglichen, dürfen nicht schwenkbar sein oder nicht beliebig in das Bild hineinzoomen können. Sie müssen aber auch in absoluter Dunkelheit – etwa über eine Infrarotquelle – funktionieren und zudem mit einem Bewegungssensor ausgestattet sein, der automatisch eine Aufzeichnung startet. Die Auflösung des Bildes soll „angemessen“ sein, „damit die Aufzeichnung auch ,belastbares‘ Videomaterial erzeugt“, wie es wörtlich heißt.

Sechs-Augen-Prinzip für Aufzeichnungen

Die Software ist ebenfalls zu liefern – sie soll Live-Bilder ebenso ermöglichen wie verschlüsselte Aufzeichnungen, die „nur im Sechs-Augen-Prinzip abgerufen und angezeigt werden können“. Verwaltungsvorstand, Personalrat und ein Datenschutzbeauftragter sollen diese Rollen einnehmen. Bis zum 28. Oktober sollen Lieferung und Installation der Videoüberwachung abgeschlossen sein.

Noch bis zum kommenden Donnerstag, 14. Juli, können sich schließlich Firmen darum bewerben, im Kreishaus insgesamt neun Kaffeevollautomaten aufzustellen. Sie sollen in den drei Teeküchen jedes Stockwerks stehen. Kaffee, Espresso, Café au Lait, Latte Macchiato, Cappuccino und Kakao sollen die Maschinen zubereiten – bis zu 100 Tassen pro Gerät pro Tag.

Eingebaut werden soll ein bargeldloses Zahlungssystem, das über die Transponder des Schließsystems für das Kreishaus funktionieren soll. Geplant ist ein Drei-Jahres-Vertrag, der möglichst am 8. August beginnen soll – also pünktlich zum geplanten Umzug der Mitarbeiter.

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