Uhlenköper

Jeden Morgen ...

... sitzt er da auf der Bank neben der Haltestelle und schaut den abfahrenden Bussen hinterher. Manchmal raucht er seine Pfeife, zum Schutz vor der ersten Frostschicht hat er eine Zeitung auf die Bank gelegt. Die Schiebermütze schützt den Kopf mit dem schon schütteren Haupthaar vor der Kälte. Wenn Uhlenköper mit dem Bus vorbeifährt, schaut er jeden Morgen zu dem Mann auf der Bank. Egal, ob er eine Stunde früher oder später fährt – der Pfeifenraucher sitzt dort. In seinem Blaumann, den er nicht mehr braucht, seit er in Rente ist. Doch Zuhause will er offenbar nicht alleine sitzen, lange schlafen kann er wohl auch nicht. So macht er sich jeden Morgen auf zur Haltestelle. Um zu schauen, um am Leben teilzunehmen. Nach ein paar Wochen kommen die Fahrgäste ins Gespräch miteinander. Die meisten sind müde, manche nippen an einem Kaffeebecher. Und so machen sie sich morgens auf dem Weg zur Arbeit ihre Gedanken, wie das wohl sein wird, wenn man sich nicht mehr jeden Morgen aufraffen muss. Und ob man immer das haben will, was man gerade nicht hat, grübelt auch der

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