„Ich erwarte, dass sich der Kreis stärker engagiert"

cn Kakerbeck. "Ich erwarte vom Altmarkkreis, dass er sich stärker engagiert als bisher. " Er könne schließlich neben der Polizei ebenfalls Geschwindigkeitskontrollen vornehmen. Und dies sei absolut angebracht, "wenn es eine solche Problemsituation gibt wie hier":

Das hat Rüdiger Erben, Staatssekretär im Landes-Innenministerium, am Rande einer groß angelegten Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrolle auf der B71 in Kakerbeck erklärt. Dort wurden von Donnerstag zu Freitag insgesamt 1573 Fahrzeuge gemessen. Zudem gab es innerorts eine Lkw-Kontrollstelle, die Erschreckendes zutage förderte. Das gegenseitige Warnen hat wieder einmal funktioniert. Vor und hinter der Ortslage Kakerbeck waren am Donnerstagabend erstaunlich viele Laster auszumachen. Laster, die an ungewöhnlichen Stellen abgeparkt waren und deren Fahrer ganz offenbar der Kontrolle in Kakerbeck entgehen wollten.Dennoch stoppte die Polizei innerorts 16 Brummis. Erschreckend: Bei der Hälfte wurden Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz beziehungsweise die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt.Die Kontrolle, die von Rüdiger Erben, Staatssekretär im Landes-Innenministerium, direkt vor Ort verfolgt wurde, war nicht ganz ungefährlich für die ausführenden Beamten. Auch Erben pfiffen permanent die Laster und Pkw, die die gestoppten Fahrzeuge überholten, um die Ohren. Und das alles mitten im Dorf.Neben der Lkw-Kontrolle gab es auch noch eine beidseitige Geschwindigkeitskontrolle. Dort wurden zwischen Donnerstag 17 Uhr und Freitag 1 Uhr insgesamt 1573 Fahrzeuge gemessen – und 60 Überschreitungen festgestellt. Schnellster war ein Pkw-Fahrer, der mit 95 Stundenkilometern durch Kakerbeck raste. Die Polizei registrierte aber auch die Zahl der durchrollenden Laster. Trotz der gegenseitigen Warnung waren es 403 Brummis, die in beiden Richtungen durch das lang gestreckte Dorf rollten. Und Rüdiger Erben, der zuvor bereits das Gespräch mit der Bürgerinitative "Pro Leben an der B71" gesucht hatte, konnte sich davon überzeugen, dass deren Klagen nicht unberechtigt sind. Der Geräuschpegel, der nachts in dem B71-Ort herrscht, ist immens.Deshalb versprach der Staatssekretär zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, Mautausweichkontrollen bereits im Bördekreis anzusiedeln. Dort könnte der Transitverkehr, der von der A14 in Richtung Norden über die B71 rollt, auf die Autobahn zurückgeschickt werden. Immerhin gibts ein entsprechendes Durchfahrtverbot. Nur nimmt das kaum einer ernst.

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