Von Woche zu Woche

Höchste Zeit für Uelzens Wandel

Diane Baatani

Es ist Zeit für einen Wandel. Höchste Zeit. Angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft müssen Uelzens Stadtplaner umdenken.

In dem Punkt hat der Architekt Stefan Thieme Recht, der diese Woche in Uelzen auf Einladung der Stadtratsgruppe CDU/Grüne/UWG ein Stadtentwicklungskonzept vorgestellt hat. Es müssen Optionen in Betracht gezogen werden, die bislang vielleicht als Tabu galten, wie beispielsweise der Abriss des Kreishauses. Denn weiß man schon, was künftig aus dem Landkreis wird? Gibt es weitere Fusionen und demzufolge eine größere oder kleinere Kreisverwaltung in Uelzen? Dann müsste möglicherweise ohnehin eine neue Immobilie gesucht werden. Das Thema Fusion ist noch nicht abgehakt, das zeigte die jüngste Debatte über einen möglichen Zusammenschluss Uelzen-Suderburg. Und das zeigt auch das Signal aus Hannover an den Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg, der voraussichtlich keine Entschuldungshilfe erhalten wird, solange er nicht fusioniert.

Das Publikum von Stefan Thieme stand dem Gedanken, neue Ziele zu setzen, aufgeschlossen gegenüber: Die Auswirkungen der Demografie müssen gebremst werden, Uelzen muss auch für die junge Generation weiterhin interessant bleiben, damit die Stadt wirtschaftlich eine Chance bekommt. Das hat die Stadtverwaltung erkannt, dennoch sind deren Unterlagen über innovative Ideen in der Schreibtischschublade verschwunden. Weil viele private Eigentümer nicht mitziehen wollten und weil die Stadtkassen leer sind. Andererseits kommt nur Geld herein, wenn sich etwas ändert. Es soll eine weitere Veranstaltung „Uelzen 2020“ geben, das wurde noch am selben Abend angekündigt. Die Diskussion muss aufrecht erhalten bleiben.

Von Diane Baatani

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