Hochglanz-Prospekte . . .

. . . und elegante Farbdruck-Broschüren findet der Uhlenköper immer häufiger als Werbepost in seinem Briefkasten. Klarer Fall: Da haben die Absender keine Kosten und Mühen gescheut.

Was ist nur aus dem guten alten Schwarz-Weiß-Handzettel geworden, der früher in seiner Post lag und für Blutspenden oder Altkleidersammlungen warb? Heutzutage muss wohl alles knallig-bunt und auf edlem Papier gedruckt sein, um irgendwie Eindruck zu erwecken. Als der Uhlenköper noch zur Schule ging, erschienen die meisten Zeitungen und sogar einige Zeitschriften nur in Schwarz-Weiß.

Und schon damals, als Grundschüler, musste er die schmerzhafte Erfahrung machen, dass das irgendwie als altbacken und bieder galt. Einmal hatte er seiner „Flamme“ aus der dritten Schulklasse nämlich ein Foto von deren Lieblingsband Boney M. aus der Fernsehzeitschrift ausgeschnitten und stolz auf den Ranzen gelegt. Doch die kesse Neunjährige verzog nur spöttisch den Mund, zerknüllte den Ausschnitt und wies seine Avancen mit den Worten zurück: „Mensch, das ist doch nur Schwarz-Weiß!“ Daran erinnert er sich noch heute schmunzelnd , der Uhlenköper.

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