Große Herausforderung

Setzten ein Zeichen für den Ausbau der Infrastruktur in Sachsen-Anhalt: Während des CDU-Landesparteitags in Stendal demonstrierten CDU-Politiker für die fünf wichtigen Straßenbauprojekte des Landes. Foto: Kuhn

mk Stendal. Mit einstimmigem Votum verabschiedeten die Delegierten des CDU-Landesparteitags am Sonnabend die "Stendaler Erklärung". Darin wird der Ausbau des Autobahnnetzes als wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes bezeichnet.

Insbesondere die Nordverlängerung der A14 sei eine "ganz, ganz große Herausforderung, der wir uns stellen müssen", so Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre in Stendal. An die Adresse der Gegner gerichtet, betonte er, dass das Land bei der Planung der Fernstraße "alle geforderten Standards" für Umweltschutz erfülle, rief Nabu und BUND auf, sich mit Projekten einzubringen. Laut Verkehrsminister stehen 60 Millionen Euro für den Naturschutz im Zuge der A14-Nordverlängerung zur Verfügung. Damit können Projekte realisiert werden, "die so nicht möglich wären". Doch fließe das Geld nur, wenn die Autobahn gebaut werde.Auch die A143 (Westumfahrung Halle), der Bau der B190n sowie das Verlängern der B6n von Bernburg zur A9 sind für die CDU wichtige Straßenbauprojekte, die Wirtschaftsregionen miteinander verbinden oder andere Regionen an solche anbinden. Dabei gehe es nicht nur um das Schaffen von Nord-Süd-Verbindungen, sondern auch von West nach Ost. Nur durch den Ausbau der Infrastruktur habe Sachsen-Anhalt eine Zukunft, so Daehre. Er rief die Delegierten auf, die "Stendaler Erklärung nicht in der Schublade verschwinden" zu lassen. Die CDU müsse sich "zu Wort melden, damit die drei, vier Prozent, die dagegen sind, nicht als die Mehrheit wahrgenommen werden", so der Verkehrsminister.Es waren die Handelsstraßen, die Stendal einst zu Wohlstand verhalfen, später die Eisenbahn, so Oberbürgermeister Klaus Schmotz in seinem Grußwort. Die Stadt brauche die Autobahn, um am wirtschaftlichen Aufschwung teilhaben zu können. Im Vorfeld setzten Bürgermeister, Landräte, Landtags- und Bundestagsabgeordnete ein Zeichen, unterstrichen plakativ, welchen Stellenwert der Straßenausbau für sie habe.

Erschienen: 24.11.2008: GA / TZ / Seite:1

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