Wer groß feiert, ...

. . . staunt bei der Organisation des Festes immer wieder über Serviettenfarben oder die Farben von Kleidern oder von Stuhlhussen. Cremefarben ist dies und das, oder apricot oder bordeauxrot oder champagnerfarben.

Dem Uhlenköper, dessen Wahrnehmung sich üblicherweise auf zwei Handvoll Farben beschränkt, von Rot über Blau bis Gelb und die Mischfarben samt Schattierungen dazwischen, staunt über die Farbnamen, die meist von Frauen genutzt werden. Und es fällt auf: Sie kommen alle aus dem Bereich des Kulinarischen. Es geht um Süßspeisen, Früchte oder Weine, die schon beim Namen der Farbe eine positive Assoziation bei Leuten mit zartfühlendem Gaumen hervorrufen soll. Leider trifft das nicht die rustikaleren Essensgewohnheiten des Uhlenköpers. Dem läuft bei einem cremefarbenen Kleid nicht das Wasser im Mund zusammen, aber ein Kleid in Griesbreifarbe, das ist lecker. Und er findet, dass eine fein gemusterte Serviette auch mal in dem schönen Farbton Schweinskopfsülze daherkommen darf, und statt eines bordeauxfarbenen Hemdes dürfte es auch mal eines in Pastell-Blutwurst sein. Die Krawatte käme dann in einem dazu passenden saftigen Labskaus. Zu Anbeißen.

Für eine Farbnamenreform auf den Barrikaden, ihr

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